Winterfeld (ta). Pietätloser geht´s nimmer: Kurz nach seinem Tode sind zehn Hochstände eines Winterfelder Jägers von bisher unbekannten Vandalen verwüstet worden. Die entsetzte Witwe hat inzwischen Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei gestellt.

Die Missetat geschah zwischen dem 6. und 10. März am Rande des Parchens, einem Waldgebiet östlich von Winterfeld. Die Frau erfuhr von anderen Waidmännern am 12. März, dem Tag der Urnenbeisetzung, von den Schäden. Die Täter seien systematisch vorgegangen und hätten einen Sachschaden von 1000 bis 2000 Euro angerichtet. "Ich glaube nicht an Zufall, auch wenn ich es nicht beweisen kann", sagt die Frau des verstorbenen Jägers gegenüber der Volksstimme. Viel größer als der Sachschaden sei der ideelle Wert, der zunichte gemacht worden sei. "In den Kanzeln stecken 15 Jahre Arbeit meinen Mannes drin", sagt die fassungslose Winterfelderin mit Tränen in den Augen. Vermutlich seien die Täter nachts mit einem Fahrzeug an die Hochstände herangefahren. Denn verschont geblieben seien nur jene zwei Kanzeln, wo noch nicht weggeräumter Holzbruch die Zufahrt versperrte.

"Bei diesem Ausmaß der Gewalt und der Systematik glaube ich nicht an einen Jugendstreich. Ich denke auch nicht, dass es andere Jäger oder Naturschützer waren", sagt die Witwe, die einen Racheakt vermutet.

Mit dem Gang an die Öffentlichkeit hofft sie, dass sich mögliche Zeugen an die vermutlich nächtlichen Taten zwischen dem 6. und 10. März erinnern. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei unter Telefon (03901) 84 80.