Salzwedel. Die Salzwedeler Jeetzeschule ist gestern offenbar nur knapp einer Katastrophe entgangen. Auf dem Hinterhof des einstigen Stadt- werke-Sitzes an der Karl- Marx-Straße brannte in den frühen Morgenstunden ein Bauwagen lichterloh. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Salzwedel löschten. In Tatortnähe sollen zwei Verdächtige geschnappt worden sein.

"Es ist zu einem Brand gekommen", bestätigte Salzwedels Polizeisprecher Gerd Schönfeld gestern Nachmittag auf Nachfrage der Volksstimme. Die Polizei habe die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nach Volksstimme-Informationen gehört der abgefackelte Bauwagen einem Unternehmen aus Seehausen. Die Firma im Kreis Stendal ist mit Arbeiten an der Außenfassade des Schulgebäudes beauftragt. Die Maßnahme mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II hat bereits begonnen und soll nun fortgeführt werden.

Um 4.25 Uhr heulten in Salzwedel die Sirenen. "Zunächst hieß es ¿Mülltonnenbrand\'", so Einsatzleiter Wolfgang Nieswandt. Wenige Augenblicke später sei die Meldung gekommen, dass es sich um einen brennenden Bauwagen handele. Daraufhin sei umgehend nachalarmiert worden. Insgesamt 16 Kameraden rückten mit vier Fahrzeugen aus der Wache an der Brückenstraße aus.

"Bei unserem Eintreffen stand der Wagen so gut wie im Vollbrand", bilanzierte Salzwedels Ortswehrleiter. Ein Seitenfenster der Aluminiumbehausung habe offen gestanden. Zugleich habe die Gefahr bestanden, dass das Schulgebäude durch die Hitzeentwicklung Schaden nehmen und eventuell Fensterscheiben bersten könnten. Die Brandbekämpfer verhinderten Schlimmeres. Um 6 Uhr war ihr Einsatz beendet.

"Wir sind glimpflich davongekommen", sagte Heike Clasen, zuständig für das Sekretariat und die Buchhaltung in der Jeetzeschule. "Wir sind froh, dass nicht noch mehr passiert ist." Die Fassade sei bei dem Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Trotz des morgendlichen Feuers laufe der Schulbetrieb, so Heike Clasen weiter. Berthold Schulze, Vorstand des Trägervereins und Geschäftsführer, berichtete, dass die Polizei zwei Tatverdächtige gefasst hat. Zu Details halten sich die Ordnungshüter bedeckt.