Salzwedel (ta). Das Wohn- und Geschäftshaus Nicolaiplatz 24 wird zwangsversteigert. In dem mehrteiligen Gebäude waren nach der Wende der Tip-Supermarkt, diverse Gaststätten, Imbisse und eine Bar untergebracht. Doch der geschäftliche Erfolg blieb langfristig aus. Ein Grund könnte sein, dass der Nicolaiplatz für Auswärtige nur schwer zu finden ist. Am Mittwoch, 22. Juni, ab 9 Uhr kommt die Immobilie im Saal 202 des Salzwedeler Amtsgerichts unter den Hammer.

Die erste Beschlagnahme der insgesamt 842 Quadratmetern fassenden Grundstücke erfolgte bereits vor exakt vier Jahren. Der Gesamtverkehrswert inklusive Zubehör wird mit 262 000 Euro angegeben. Laut Sachverständigengutachten beinhaltet die Immobilie drei Gewerbe- und zwei Wohn- einheiten. Die Küchen- einrichtung in beiden vermieteten Wohnungen seien Zubehör des Grundstücks. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes gibt es auch eine Toilettenanlage, die bis vor einigen Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Das Haus war 1823 errichtet worden und viele Jahre Sitz des preußischen Hauptzollamtes. Es wurde an jener Stelle gebaut, wo 1797 die Nicolaikirche abgerissen worden war.

Ab 1996 sind Modernisierungen und Umbauten vorgenommen worden, heißt es in dem Sachverständigengutachten eines Büros aus Demmin. Die Wohn- und Nutzfläche betrage insgesamt 913 Quadratmeter. Das leerstehende Gebäude befinde sich teilweise in einem verwahrlosten Zustand, es bestehe Instandhaltungsstau.

Informationen über weitere Zwangsversteigerungen am Salzwedeler Amtsgericht gibt es im Internet unter:

www.zvg-portal.de