Salzwedel (hi). Die für den Schul- und Vereinssport genutzte Halle der Salzwedeler Jenny-Marx-Grundschule soll noch in diesem Jahr mit Mitteln aus dem Förderprogramm "Stadtumbau Ost" saniert werden (wir berichteten). Vom Bauamt werden die Kosten auf rund 600 000 Euro geschätzt. Ein Drittel der Kosten muss die Hansestadt wuppen, zwei Drittel sind als Fördermittel bereits bewilligt worden.

Details zur geplanten Baumaßnahme hat Bauamtsmitarbeiterin Heike Treichel am Dienstagabend während der Sitzung des städtischen Ausschusses für Schulen, Soziales und Jugend im Bürgercenter öffentlich vorgestellt. Im Zuge der Maßnahme sollen zum einen mehr Lagerkapazitäten für Sportgeräte geschaffen werden, zum anderen geht es darum, die Sanitär- und Umkleideräume für Schüler und Lehrkräfte in Schuss zu bringen. Baustart soll möglichst noch vor den Sommerferien sein.

Ebenerdig, so sehen es erste Pläne vor, ist ein behindertengerechtes WC vorgesehen. Im Erdgeschoss sollen künftig ebenfalls die Umkleideräume für die Sportlehrer sowie Räume für die Haustechnik und zur Verletztenversorgung untergebracht werden.

Um mehr Lagerraum schaffen zu können, sollen Wände herausgerissen werden. "Alles, was von der Statik her zu machen ist, kommt weg", erläuterte Heike Treichel. Im Obergeschoss sieht die Entwurfs- planung die Duschen, Toiletten und Umkleideräume vor. Die darüberliegenden Räumlichkeiten, von einem Salzwedeler Verein für "Bauch, Beine, Po"-Kurse genutzt, bleiben dem Vernehmen nach von den Arbeiten ausgespart.

Zur Halle selbst: Die noch aus den 1940er Jahren stammende Fensterfront soll komplett nach modernen und energiesparenden Gesichtspunkten erneuert werden. "Angedacht sind Deckenstrahlheizkörper sowie Prallschutzvorrichtungen an den Giebelseiten", so Heike Treichel weiter. Neu angestrichen und mit Markierungen versehen werden soll der Hallenboden.

Fernwärme oder Gas? Zum Heizsystem ist das letzte Wort anscheinend noch nicht gesprochen. Beides wäre möglich, hieß es am Dienstagabend. Hauptamtsleiter Matthias Holz empfahl, die Möglichkeit der Installation einer Photovoltaikanlage ins Kalkül zu ziehen. Die Südseite des Daches, so Heike Treichel, gebe das her. Allerdings seien die Kosten einer solchen Anlage (rund 70 000 Euro) noch nicht mit eingerechnet worden. Sie empfahl, die Fläche zu vermieten. "Warum sollen andere den Reibach machen?", fragte Matthias Holz.

Der Bau könne bald starten, informierte Heike Treichel. Für die Arbeiten in der Halle sei keine Baugenehmigung notwendig. Alles andere könne abschnittsweise erfolgen.

Fest steht, so Matthias Holz, "dass sich Lessing und Jenny ergänzen müssen" und "die Halle ein Jahr für die Nutzung durch Vereine ausfällt". Diesbezüglich habe es bereits Gespräche mit den Betroffenen gegeben. "Die Vereine müssen Kapazitäten beim Kreis erfragen", meinte der Amtsleiter. Die Hansestadt werde die Hallenzeiten im 45- statt im 60-Minuten-Rhythmus vergeben.

Den Fraktionschefs sollen die Planentwürfe in den nächsten Tagen zugesendet werden. Nach Ostern, meinte Ausschussvorsitzende Gabriele Gruner, könnten dann Anregungen eingebracht werden.