Salzwedel (hi). Der Altmarkkreis Salzwedel wird am bestehenden System der flächendeckenden Sperrmüllabfuhr festhalten. Dies hat die Hansestadt Salzwedel jetzt schriftlich bekommen, informierte Salzwedels Bürgeramtsleiterin Christina Schramm während der Sitzung des städtischen Ausschusses für Verkehr, Feuerschutz und Ökologie am Dienstagabend im "Eisen Carl".

Angesichts regelmäßig auf Kosten der Hansestadt nachzuräumender Müllberge (wir berichteten) hatte die Fraktion der Linkspartei im Stadtrat eine Umstellung auf ein Bonuskartensystem gefordert. Oberbürgermeisterin Sabine Danicke habe darüber mit Landrat Michael Ziche gesprochen, so Christina Schramm. Die Antwort des Altmarkkreises liege nun vor. Demnach werde die flächendeckende Sperrmüllentsorgung favorisiert. Das bestehende, nicht an den Bescheidempfänger gebundene System mit festen Terminen sei für den Bürger bekannt. Außerdem, heißt es aus der Kreisverwaltung, sei die flächendeckende Abfuhr günstiger als die mit der Abrufkarte. Der Abruf führe zu Wartezeiten, gab die Bürgeramtsleiterin die geäußerten Bedenken weiter. "Wenn eine Änderung gewünscht sein sollte, dann müsste ein Antrag beim zuständigen Amt gestellt werden", so Christina Schramm.

Berge von Sperrmüll und anderem Unrat bestimmen auch aktuell das Bild in Teilen Salzwedels. So im Bereich des Kristallwegs, berichtete Gerd Schönfeld (Linke) im Ausschuss. Er sprach sich für eine baldige Entsorgung des unansehnlichen Haufens auf. Von ihm gehe Gefahr aus. Verwaltungsmitarbeiter Horst Fünfhausen antwortete, der Müll werde bis Freitag entsorgt.