Salzwedel (ue). Die Mitglieder des Kreisverbandes Westliche Altmark des Naturschutzbundes (Nabu) warten auf die Rückkehr der Wiesenweihe. Ende April kehren die Greifvögel aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück, um in der Altmark wieder das Brutgeschäft aufzunehmen. Seit 2004 widmen sich die Nabu-Mitglieder dem Schutz dieses vom Aussterben bedrohten Vogels. 2010 sei mit 18 sicheren Brutpaaren das bislang erfolgreichste Jahr gewesen, informiert René Fonger von Nabu-Kreisverband.

Deshalb habe das Landesverwaltungsamt auch etwa 70 000 Euro für die zweijährige Fortsetzung des Schutzprojektes, das mit Zuschüssen der Europäischen Union finanziert wird, bewilligt, so der Experte weiter. Ein besonderes Highlight werde im Sommer die Ausstattung von zwei Altvögeln mit GPS-Sendern sein. "Dadurch wird es möglich sein, die Zugwege der Tiere zu verfolgen und genaue Informationen über den Aufenthalt in ihren Brutgebieten zu erhalten", ist René Fonger bereits gespannt.

In diesem Zusammenhang bittet der Nabu alle Naturinteressierten, Jäger und Landwirte, Sichtungen der Wiesenweihe zu melden. Das Männchen hat ein hellgraues Gefieder mit schwarzen Flügelspitzen. Das Weibchen ist braun, der Schwanzansatz ist auf der Oberseite weiß gefärbt. Die Wiesenweihe ist kleiner als der recht häufig vorkommende Mäusebussard und am besten an ihrem segelnden Flug und ihren spitzen Flügeln zu erkennen. Im Gegensatz zu anderen Greifvögeln fliegt die Wiesenweihe bei der Nahrungssuche meist niedrig über dem Boden, wobei die Flügel v-förmig angehoben sind.

Informationen über Sichtungen der Wiesenweihe nimmt entweder René Fonger unter (01 63) 4 58 86 42 oder das Umweltamt der Kreisverwaltung unter (0 39 01) 84 04 78 entgegen, Hinweise über Sichtungen per E-Mail sind unter wiesenweihe.lsa@web.de möglich.