Der Frühling zeigte sich von seiner besten Seite, als gestern rund 280 Teilnehmer zu einer naturkundlichen Wanderung rund um Vienau aufbrachen. Unterwegs erfuhren sie viel Wissenswertes über die heimische Fauna und Flora.

Vienau. Es gibt ihn noch auf den Wiesen bei Vienau. Doch blicken ließ sich der Große Brachvogel gestern nicht. Dafür erfuhren die Teilnehmer der naturkundlichen Wanderung, dass vermutlich nur noch ein Brutpaar der seltenen Art auf dem inzwischen geschützten Areal mitten im Kalbeschen Werder lebt und der Bestand in den zurückliegenden Jahren rapide zurückgegangen ist.

Dieses und viele weitere Beispiele wie Arten durch die massiven Eingriffe in die Natur verschwinden, berichtete Michael Arens von der Naturschutzgruppe Vienau. Er erklärte auch wie Melioration, Flurbereinigung und der Wegebau die Natur und die Landschaft verändert haben.

Dennoch gab es auf der Wanderung durch Wiesen und Wald viel Schönes zu entdecken. Und auf dem Aussichtshügel hatten die Teilnehmer einen fantastischen Blick in die Landschaft und beobachteten durch bereitgestellte Ferngläser Schwäne, Kiebitze und Gänse.

Am Rastplatz nahe der Schutzhütte am Naturlehrweg wartete schon der Osterhase auf die Kinder und auch die Eiertrudelbahn im Wald war präpariert. Die Jäger der Hegemeinschaft Rund um den Dolchauer Berg hatten ein Quiz mit Fragen vorbereitet, die nur beantworten konnte, wer an der Wanderung teilgenommen hatte. Zudem hatten sie informative Schautafeln über die heimische Natur aufgebaut und stellten Tierpräparate und Gehörne aus.

Auch für eine Stärkung der Gäste war bestens gesorgt. Maßgeblich organisiert wurde die Wanderung von der Naturschutzgruppe und dem Tourismusverein Kalbe. Zu Beginn hatte Pfarrer Hans-Cristof Rösner, dem christlichen Feiertag angemessen, an der Vienauer Kirche eine Andacht gehalten.