Altmark (mr). "Das war doch etwas erschreckend", kommentiert Jürgen Barth die neun fehlenden Stimmen aus der CDU/SPD-Riege für Reiner Haseloff. Sie kamen "aus beiden Reihen", vermutet der Sozialdemokrat aus Lockstedt.

Für den 56-Jährigen ist es die dritte Wahlperiode. Bevor die Parlamentsarbeit richtig starten kann, stehen Personalien auf der Tagesordnung. Anfang Mai bestimmt die SPD ihre Aufstellung in der Fraktion. Barth will für den stellvertretenden Vorsitz im Landwirtschaftsausschuss kandidieren. "Danach kann die Arbeit richtig losgehen" - mit einigen wichtigen Themen für den Norden Sachsen-Anhalts. Für die Landwirtschaft beginnt 2013 die neue Förderperiode der EU. "Ganz werden wir die Förderung nicht halten können, aber es muss gelingen, dass die Mittel in der Größenordnung weiter fließen", betont Barth. Das Wassergesetz kommt auf den Prüfstand, dabei geht es auch um die Probleme beim Grundwasser und Hochwasserschutz.

Bei der Überarbeitung des Finanzausgleichsgesetzes werde es darum gehen, dass die Fläche berücksichtigt und die Benachteiligung der Altmark rückgängig gemacht werde.

Der Sozialdemokrat setzt darauf, dass die Ausweisung des Drömlings als Biosphärenreservat umgesetzt wird. Barth will sich auch dafür einsetzen, dass Modellprojekte für erneuerbare Energien gefördert werden - etwa in Mieste ein Halmgut-Heizkraftwerk. Beim Thema CCS überwiegen bei ihm die Bedenken: "So lange das Verfahren nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen ist, lehne ich es ab."

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