Das traumhafte Osterwetter hat der 22. Auflage des Salzwedeler Eiertrudelns einen neuen Teilnehmerrekord beschert. Mehr als 100 Schaulustige waren am Sonnabendnachmittag in den Goethepark gekommen, 79 von ihnen nahmen am Wettbewerb teil. Damit wurde die alte Bestmarke, vor zwei Jahren von 64 Trudlern aufgestellt, deutlich geknackt. Den Sieg, Wanderpokal und Preis sicherte sich bei seinem ersten Start der zwölfjährige Salzwedeler Florian Bergmann.

Von Torsten Adam

Salzwedel. Der Titelverteidiger aus Wolfsburg hatte diesmal keine Zeit, doch den Wanderpokal brachte er kurz vor Wettbewerbsstart noch vorbei. So war der Weg frei für einen neuen Eiertrudelkönig. In diesem Jahr war die Konkurrenz besonders groß. 79 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten gekochte Eier mitgebracht, um auf dem Hügel im Goethepark damit die weiteste Strecke zurückzulegen. "Die Eier dürfen nicht geworfen werden, sie müssen runtertrudeln", nannte Bernd Scheider von der Interessenvereinigung Ringen, die den Wettbewerb kurz vor der Wende mit damals acht Teilnehmern ins Leben gerufen hatte, die wichtigste Regel. Damit es nicht zu langweilig wird, waren auf dem Trampelpfad wieder einige Hindernisse installiert wurden, die den Eiern auf ihrem Weg nach unten zum Verhängnis werden konnten. Jeder Starter durfte sein Ei zweimal hinunterkullern. Am besten gelang das diesmal Florian Bergmann. Rang zwei ging an Bernd Scheider. "Nach zwölf Jahren endlich mal wieder auf dem Treppchen", jubelte der Organisator. Auch die folgenden Plätze machten Salzwedeler unter sich aus, obwohl Besucher sogar aus Jena und Berlin angereist waren. Platz drei sicherte sich Andreas Wenzel vor Madleen Schwadries, Jenny Möhring und Daniela Henle. Für jeden gab es Sachpreise wie Bücher, CDs, Spielzeug oder Essensgutscheine sowie eine original DDR-Spartakiademedaille. "Davon habe ich noch 300 Stück. Sie dürften also noch eine Weile reichen", so Scheider.

 

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