Salzwedel (mp). Neun Brände binnen zwölf Stunden forderten die Kameraden der Salzwedeler Wehr seit dem späten Nachmittag des Ostermontags bis in die gestrigen Morgenstunden. Die meisten Feuer sind offenbar mutwillig gelegt worden.

Zu einem Ödlandbrand am alten Chemiewerk rückten am Montag gegen 17.20 Uhr neun Kameraden mit zwei Fahrzeugen aus. Kurz vor 19 Uhr wurde ein Bodenfeuer am Schwarzen Weg nahe des Technischen Hilfswerkes gemeldet, zu dem zwölf Kameraden mit drei Fahrzeugen ausrückten. Die benachrich-tigten Pretzierer Brandbekämpfer konnten ihren Einsatz abbrechen, da das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Brennender Müll an der Karl-Marx-Straße war der Grund für die Alarmierung gestern um 1.54 Uhr. Minuten später, um 2.06 Uhr, wurden die Einsatzkräfte an die Goethestraße gerufen, wo Mülltonnen brannten. Neun Kameraden löschten erfolgreich. Um 2.11 Uhr alarmierte die Leitstelle in Klötze die Kameraden, da Sperrmüll und das Dach eines Trafohauses an der Ernst-Thälmann-Straße in Flammen standen. Fünf Fahrzeuge rückten aus. Ab 2.23 Uhr gingen neun Kameraden der Stadtwehr am Eichwall gegen brennende Mülltonnen vor. Um 3.40 Uhr erfolgte die Alarmierung, als an der Pappelallee ein Plastikbehälter in Flammen stand. 3.49 Uhr: Zwei Fahrzeuge rückten zur Sonnenstraße aus, wo ein Kleincontainer brannte. Der letzte Einsatz der ereignisreichen Nacht folgte um 4.51 Uhr. Sechs Kameraden löschten brennende Mülltonnen am Finanzamt an der Buchenallee.

Bereits am Ostersonntag war das Bienenhaus im Garten der Comeniusschule abgebrannt. Schulleiter Norbert Hundt sprach von "einem schlimmen Fall von Vandalismus". Er kündigte an, sich "davon nicht unterkriegen zu lassen. Wir werden uns etwas einfallen lassen, um das Haus wieder aufzubauen".