25 Jahre - auf diese stolze Zeit blickt der Frauenchor (FC) Chüttlitz in diesem Jahr zurück. Während des Maisingens am Sonntag ab 10 Uhr in der Mönchskirche werden die 23 Chormitglieder zurückblicken, wie alles angefangen hat am 20. Januar 1986, als sich sieben Frauen in Chüttlitz unter der Leitung von Walter Landon zum gemeinsamen Singen zusammenfanden.

Chüttlitz. "Wie doch die Zeit vergeht", sagt die Vorsitzende des Frauenchores Chüttlitz, Regina Giffey, während sie in ihre Unterlagen schaut. Der FC feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen und verbindet die Feierlichkeiten mit dem traditionellen Maisingen der Chöre am Sonntag in der Salzwedeler Mönchskirche. Dann soll auch der Blick zurück gewagt werden, wie alles angefangen hat in Chüttlitz.

Seinen Ursprung hat der Frauenchor in der Freiwilligen Feuerwehr Chüttlitz, so Regina Giffey. "Sieben Frauen haben sich damals zusammengefunden und Walter Landon übernahm die Leitung", sagt die Vorsitzende. "Hab´ mein Wagen vollgeladen" sei das erste Lied gewesen, welches gesungen wurde. Als Gründungsdatum wird der 20. Januar 1986 genannt. Regina Giffey: "Bis 2006 war Walter Landon unser Chorleiter. Im Alter von 89 Jahren ist er dann verstorben. Dabei wollte er unbedingt noch die 90 vollmachen, hat er immer gesagt." Die Singpartitur "Sierra Madre Del Sur" habe als Lieblingslied des verstorbenen Chorleiters eine besondere Bedeutung.

Helga Uhlmann übernimmt 2006 die Leitung, zwei Jahre später leitet Catharina Mertens aus Lüchow den Chor. "Sie hatte einmal bei uns ausgeholfen, als wir in Brietz bei der Feuerwehr gesungen haben. Wir alle waren sofort begeistert von ihr", so Giffey. Die 31-Jährige habe "frischen Wind in den Chor gebracht, der alle angesteckt hat." Nun gesellen sich auch andere Genres zum traditionellen Liedgut des Frauenchores Chüttlitz. Aus dem Repertoire wird es am Sonntag einen Auszug geben. Das Rezept für das nunmehr 25-jährige Bestehen des Chores liegt für Regina Giffey klar auf der Hand: Der Zusammenhalt unter den Sängerinnen. Denn nicht nur zu den Proben am Dienstagabend im Chüttlitzer Dorfgemeinschaftshaus finden sich die Frauen zusammen, sie unternehmen auch abseits des Chores viel miteinander. "Unter uns stimmt es einfach. Das merkt man besonders bei unseren traditionellen Bummlertouren oder unseren jährlichen Fahrten", merkt die Vorsitzende an. Vor zwei Jahren etwa habe es ein Novum gegeben: Zum Ausflug nach Dresden, zu dem auch der Besuch der Semper-Oper gehörte, kamen erstmals die Partner mit. "Eine sehr schöne Reise, an die wir uns alle gern erinnern", schwärmt Regina Giffey noch heute. Und sie betont: "Was Fußball für die Männer ist, ist der FC für uns Frauen."

23 Mitglieder gehören zum Frauenchor Chüttlitz. Acht von ihnen sind seit 25 Jahren dabei. Allen sei großer Dank ausgesprochen, dass es den FC seit nunmehr einem Vierteljahrhundert gebe, so Regina Giffey.

Mehr über den Chor ist beim Maisingen am Sonntag ab 10 Uhr in der Mönchskirche zu erfahren.