Ganz fasziniert begutachteten gestern die Ferienspielkinder in Arendsee ihre neue Aula. Diese gehört zur Ganztagsschule, an der seit August 2010 gebaut wird. Zurzeit läuft der Innenausbau und die Gestaltung der Außenwände. In zwei Wochen kommt die erste Farbe an die Fassade: Sie wird terrakottafarben gestrichen. Der Zeitplan liegt im Limit. Mit Schuljahresbeginn am 25. August sollen die ersten Klassen in die Unterrichtsräume einziehen.

Arendsee. Die Ferienspielkinder, die gestern auf dem zeitweiligen Hortgelände der Grundschule am Gemeindezentrum spielten, unternahmen gestern Vormittag einen überraschenden Kurzausflug: Sie begaben sich auf den Bauplatz nebenan, wo aus ihrer alten Grundschule eine moderne Ganztagsschule entsteht. Staunend begutachteten sie die halbrunde Aula mit Glasfront und setzten sich auf die überdachten Stufen. Zum ersten Mal erblickten sie auch die gläserne achteckige Kuppel auf deren Dach.

"Hier werden zurzeit die Installationen für Ent- und Belüftung vorgenommen", informierte Arendsees Bauamtsleiter Gert Reckling gestern auf Nachfrage. Im Inneren des Schulgebäudes gehen die Trockenbau- und Elektroarbeiten voran. In einem Klassenraum sei bereits eine Musterdecke eingezogen und Lampen zur Probe aufgehängt worden. "Beides kann in Augenschein genommen werden", so Reckling. Er selbst war gestern zur Bauberatung vor Ort und schätzte ein: "Es sieht gut aus und die Arbeiten liegen im Zeitlimit." In zwei bis drei Wochen könne mit der Außenfarbgestaltung der Wände begonnen werden. Die Fassaden werden terrakottafarben gestrichen. "Ein Probeanstrich wird geprüft, ehe es weitergeht", sagte Reckling.

Weitere Aufträge seien vergeben für die Brandschutztüren, die Fußbodenverlegung und weitere Malertätigkeiten. In Vorbereitung seien die Ausschreibungen für die Außenanlagen, insbesondere für die Regenentwässerung. Er ließ keinen Zweifel daran, dass der Einzug der ersten Klassen in ihre neuen Unterrichtsräume zum Schuljahresbeginn am 25. August gesichert ist.

Einige der Ferienkinder werden nicht mit einziehen, so wie Joel Schlicke, der dann die 5. Klasse besucht. Aber anschauen wird er sich den Neubau dennoch. "Mindestens, wenn ich meine Schwester Jolina abhole, die dann in die 2. Klasse geht."

In das Bauprojekt fließen 3,6 Millionen Euro. 3 Millionen Euro sind EU- und Landes-Fördermittel.