Von Anke Pelczarski

Chüttlitz. "Ein Dank gilt dem gesamten Vorstand für die gute Arbeit. Das vergangene Jahr war stressig und aufregend zugleich", sagte Bernd Pitterling, Vorsitzender des Kleingartenvereins Flögsand Chüttlitz, am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung. Er erinnerte an den ersten Platz im Wettbewerb, den der Bezirksverband Altmark der Gartenfreunde gemeinsam mit der Volksstimme ausrichtet. Osterfeuer und Kinderfest seien gut angenommen worden.

"Und wir hatten unerwartet das Vergnügen mit dem MDR beim Wettbewerb ,Hier-ab-vier-Gartensparte 2010\'", schilderte er. Erreicht wurde der zweite Platz in Mitteldeutschland. "Das war Stress pur. Die Chüttlitzer, unzählige Altmärker und Kleingärtner haben uns gut unterstützt und unsere Anlage noch bekannter gemacht", sagte Bernd Pitterling. Das wirke sich positiv aus. In jüngster Zeit gebe es viele Pächterwechsel, aber auch neue Interessenten, die anfragen, weil sie viel Gutes vom Verein gehört hätten. Als Anerkennung für den Vizeplatz durften einige der Gartenfreunde eine MDR-Studiotour erleben. "Das war ein aufregender Tag", so der Vorsitzende. Der Ausflug sei auch mit Arbeit verbunden gewesen: "Wir haben uns eine Gartenanlage in Leipzig angeguckt. Was man dort unter kleingärtnern versteht, würden hier nicht alle mitmachen. Hier ist es etwas lockerer."

Vorstandsmitglied Heinz Herrmann informierte dar-über, dass die Kosten für die Kilowattstunde Strom von 22 auf 25 Cent steigen. "Wir hatten 2004 beschlossen, dass der Vorstand ermächtigt ist, bei Preisveränderungen zu reagieren. Die Preise haben sich jetzt erhöht", teilte er mit.

Angesprochen wurde das Problem mit dem Container für kompostierbare Abfälle, der noch nicht wieder genutzt werden kann. "Das ist eine Gemeinschaftsaktion. Aber einige Leute wollen die Kosten nicht mittragen. Solange das nicht geklärt ist, wird er nicht wieder geöffnet", machte Bernd Pitterling deutlich.

Vorstandsmitglied Wolfgang Näther erklärte, warum eine einmalige Umlage in Höhe von 25 Euro pro Parzelle notwendig wird. "Das Dach vom Sozial- und Werkstatttrakt unseres Vereinsheimes muss rekonstruiert werden. Da fehlt noch die Dämmung. Es muss neu aufgebaut werden", erklärte er. Die Materialkosten würden auf 3700 Euro geschätzt. Die Arbeiten sollen in Eigenleistung ausgefährt werden. "Das ist eine wichtige Werterhaltungsmaßnahme", warb Wolfgang Näther für das Projekt. Die Anwesenden beschlossen mit einer Gegenstimme, dass das Bauvorhaben umgesetzt und gemeinschaftlich getragen wird. Dem müssen sich auch die Mitglieder anschließen, die nicht teilnahmen.