Seit dem Wochenende hat die Saison in der Zethlinger Langobardenwerkstatt begonnen. Unter anderem können Besucher eine neue Ausstellung besichtigen.

Zethlingen. Welchen Schmuck trugen die Frauen vor 2000 Jahren? In der Zethlinger Langobardenwerkstatt können die Besucher seit dem Wochenende Glasperlen, Bronzefibeln und einen Steckkamm aus Geweih betrachten, die germanischen Ursprungs sind. Die Ausstellungsstücke zeigen, wie die Frauen ihre Kleidung zusammenhielten und welchen Schmuck sie anlegten.

Das Leben in der Siedlung

Im neu gebauten Haus auf dem Gelände ist seit Sonntag die Ausstellung "Zethlingen und die Langobarden: Germanisches Leben zwischen Antike und Gegenwart" zu sehen (wir berichteten). Neben Schmuck und Kleidungsresten sind auch Urnen vom nahegelegenen Gräberfeld ausgestellt.

Auf Informationstafeln können die Ausstellungsgäste zudem die Entstehung und Geschichte des Langobarden- dorfes auf dem Mühlenberg verfolgen und sie erfahren wie mittels experimenteller Archäologie neue Erkenntnisse über die germanische Besiedlung der Region gewonnen werden. Zudem ist das Leben der Germanen in der Zethlinger Siedlung und deren Aufbau erklärt.

Ein Langobardenpaar, in Form von Puppen, zeigt den Betrachtern die Kleidung der Menschen vor etwa 2000 Jahren. Geschneidert wurden die Sachen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse von Anette Otte. Der Leiter der Langobardenwerkstatt Lothar Mittag dankte ihr für die gelungene Ausführung.

Die Angebote der Langobardenwerkstatt werden in dem Haus künftig in filmischer Form zu sehen sein. So können sich Besucher auch an Tagen, an denen nicht alle Tätigkeiten, wie Töpfern, Weben oder Eisenverhütten angeboten werden, ein Bild vom Leben im Langobardendorf machen. Gedreht und bearbeitet hat den Film Andreas Leitel.

Die Hobby-Langobarden boten ihren Gästen zur Saisoneröffnung selbst gekochte Suppe, Butterkuchen und leckere Bratwürste an. Wer wollte, konnte sich beim Bogenschießen sportlich betätigen.

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