Salzwedel (hi). Die im Zuge der Neugestaltung des Salzwedeler Rathausturmplatzes geplante Brunnenanlage soll in der ersten Juliwoche montiert werden. Dies ist eines der Ergebnisse des gestrigen Ortstermins von Vertretern der am Bau beteiligten Firmen, Ver- und Entsorgungsträgern sowie Verwaltungsfachleuten.

"Der Brunnen wird zu 90 Prozent in Rostock vorgefertigt", informierte Martyna Hartwich, Sachgebietsleiterin Tiefbau im städtischen Bauamt, auf Nachfrage der Volksstimme. Die notwendigen Tiefbau-, Beton- und Entwässerungsarbeiten würden mit der Lieferung der Anlage Hand in Hand erfolgen. Von einem Stillstand der Arbeiten auf dem neuen "Edelplatz", den Oberbürgermeisterin Sabine Danicke zur Chefsache erklärt hat, kann noch keine Rede sein.

So soll in den nächsten Tagen die Elektroversorgung des Areals, das schräg gepflastert und mit Schotterrasen verschönert wird, erfolgen, kündigte Martyna Hartwich an. Darüber hinaus werden die Seitenbereiche weitestgehend angepflastert.

In den entsprechenden Fachausschüssen der Hansestadt soll demnächst über eine Nutzungsordnung sowie einen Betreiber- und Bewirtschaftungsvertrag für den Platz gesprochen werden. Die Stadträte haben während ihrer Sitzung am Mittwoch im Klein Gartzer Dorfgemeinschaftshaus einen von der SPD-Fraktion vorgebrachten Antrag in die Ausschüsse überwiesen. Darin fordern die Genossen um Norbert Hundt die Verwaltung auf, eine Nutzungsordnung aufzustellen. Der Rat habe eine Variante mit einer bestimmten Tonnenbegrenzung gewählt. Es könne nicht angehen, dass die Oberbürgermeisterin über die Aufstellung einer Tribüne entscheidet. "Wir wollen eine klare Regelung erwirken", sagte der Fraktionsvorsitzende. Die parteilose Oberbürgermeisterin Danicke, in der Antragsbegründung der "Gutsherrenart" bezichtigt, ermahnte die Räte nochmals zu einem respektvolleren Miteinander.

Für ein Piktogramm in Form eines Baumkuchens auf dem Pflaster hat sich Karl-Heinz Schliekau (CDU) ausgesprochen. Das Ganze sei für eine überschaubare Summe hinzubekommen, hieß es im Stadtrat. Stadträtin Susann Meinecke (Für Salzwedel) gab in Klein Gartz bekannt, dass die Familie Caliva mehrere Schaukeltiere für den Platz spendieren wolle. Spielgeräte sind in der derzeitigen Planung für die Neugestaltung des Treffpunktes für Jung und Alt nicht vorgesehen.