Salzwedel (hi). Der Vorstand der Werbegemeinschaft Salzwedel hält eine attraktive Bühne auf dem Rathausturmplatz beim anstehenden Dionysiusmarkt für unerlässlich. Das geht aus dem gestern verschickten offenen Brief an Salzwedels Oberbürgermeisterin Sabine Danicke hervor. Darin reagieren die Geschäftsleute mit Unverständnis auf die Äußerung, in diesem Jahr keine Bühne auf dem Areal zu erlauben.

Die Attraktivität der Innenstadt stärken und die Interessen der Mitgliedsunternehmen vertreten - das hat sich die Werbegemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Ein Baustein ist der traditionelle Dionysiusmarkt auf den Straßen des Stadtzentrums. "20 Jahre lang hat die Werbegemeinschaft das zum Schandfleck gewordene Areal des Rathaus-turmplatzes mit Improvi- sationstalent ins Geschehen einbezogen. Dabei hat sich die Bühne am Rathaus-turmplatz zu einem Publikumsmagneten entwickelt", betont der Vorstand. "Umso unverständlicher erscheint uns Ihre Aussage, in diesem Jahr das Aufstellen einer Bühne nicht zu gestatten. Zur Begründung führten Sie den ¿edlen\' Charakter des Platzes an, der nicht durch eine ¿schwarze\' Bühne entstellt werden dürfe."

Der Vorstand erinnert die Oberbürgermeisterin daran, "dass sich die Stadt auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung verständlicherweise immer mehr aus der Unterstützung der Stadtfeste zurückzieht". Dadurch sei die Werbegemeinschaft umso mehr auf Standgelder und zuverlässige Sponsoren angewiesen.

"Betriebe der Region finanzieren aus innerer Überzeugung maßgeblich seit vielen Jahren den Dionysiusmarkt. Dabei treten sie nicht explizit pressewirksam in Erscheinung", schreibt der Vorstand an Sabine Danicke. Um den Sponsoren Kontinuität in der Planung zu geben, beziehe die Gemeinschaft nun öffentlich Stellung. Es sei wichtig, ein buntes Programm am Rathaus-turmplatz anzubieten. Dafür sei eine Bühne unerlässlich.

Die Werbegemeinschaft bittet Sabine Danicke darum, die Entscheidung zu überdenkenund begrüßt den Antrag der SPD-Fraktion, eine Platznutzungsordnung durch die Verwaltung zu erlassen. Schließlich sei der Platz von vielen Bürgern erstritten worden, so sollte er auch von vielen Bürgern mit Leben erfüllt werden. "Wir appellieren an Sie, die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Werbegemeinschaft nicht in Frage zu stellen", so der Vorstand der Werbegemeinschaft Salzwedel.