Salzwedel. Ein ehrgeiziges Ziel für dieses Jahr hat sich Daniela Frankenberg, Vorsitzende des Fördervereines des Theaters der Altmark (TdA) gegeben: Die Mitgliederzahl soll von derzeit 66 auf 100 steigen. Daniela Frankenberg hofft dabei neben einer eigenen Internetseite, die demnächst ins Netz gehen soll, vor allem auf engagierte West-Altmärker. Erst 16 unterstützen den TdA-Verein. Das soll sich ändern.

Während der Mitgliederversammlung am Montagabend in Salzwedel schlug Karl-Heinz Reck vor, dass der Förderverein vor Aufführungen des TdA im Kulturhaus der Kreisstadt mit einem Stand Werbung für sich machen könnte. "Da erreichen wir genau jene, die sich für das Theater interessieren", so Reck. Er, aber auch andere Mitglieder wie Sabine Spangenberg und Ingrid Ringleb, sprachen sich gegen die Gründung einer eigenen Theater-Fördergruppe in der westlichen Altmark aus. Das wäre zu kraftaufwändig, begründeten sie.

Reck hatte noch einen zweiten Vorschlag parat: Seit dem vergangenen Jahr sucht das TdA eine zweite, kleinere Spielstätte in Salzwedel. Bislang ohne rechten Erfolg. Reck verwies am Montag auf den geplanten Anbau der Kreismusikschule. Dieser soll bis zu 80 Zuhörern Platz bieten. "Im Frühjahr soll der Anbau fertig sein. Das sollten wir abwarten, ehe wir eine Entscheidung treffen", sagte Reck. Sabine Spangenberg brachte den Salzwedeler Lokschuppen als "ungewöhnlichen Aufführungsstandort" ins Spiel.

Deutlich wurde am Montagabend, dass das Theater der Altmark längst noch nicht in dem Maße in der westlichen Altmark verankert ist, wie es eigentlich für ein regionales Theater der Fall sein müsste. Trotz der regelmäßigen Aufführungen in Salzwedel und in den Sommermonaten in Arendsee. So haben Daniela Frankenberg, Vereins-Schatzmeisterin Gudrun Wilke und Intendant Dirk Löschner am Montag mit Joachim Mikolajczyk, Leiter des städtischen KulTour-Eigenbetriebes, bereits den Spielplan für 2012 abgestimmt. Doch ob im Kreistag oder im Stadtrat, das TdA spiel auf kommunalpolitischer Bühne eine Nebenrolle. Sichtbarstes Zeichen dafür ist die Theaterförderung, die durch den Altmarkkreis nur indirekt über einen Zuschuss in Höhe von jährlich 30 000 Euro an die Schulen der westlichen Altmark erfolgt.