Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Tourismus-Stammtisch und Tourismusverein erhitzt die Gemüter in Arendsee. Jetzt sollen Anträge zur Mitgliederversammlung den Vorstand aktivieren.
Arendsee l "So wie bisher funktioniert die Organisation von Tourismus in der Einheitsgemeinde Arendsee nicht mehr", erklärte Geschäftsführerin Irmela Spöttle vom Kindererholungszentrum Arendsee am Donnerstagabend. Sie war Gastgeberin beim zweiten Tourismus-Stammtisch des Jahres, der allerdings ohne Getränke sehr trocken ausfiel. Dafür war die Diskussion sehr erhitzt.
"Wir haben ein Jahr lang am Stammtisch nette Gespräche geführt, aber nichts erreicht oder bewegt", machte Sabine Müller aus Neulingen ihrem Unmut Luft. Bei ihr hatte Anfang 2011 der erste Stammtisch stattgefunden. Auch das Anliegen, die Wirtschaft mit an den Tisch zu holen, sei ohne Erfolg geblieben. Und die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein sei auch nicht geglückt. "Wenn der Vorstand das nicht will, müssen wir unser Vorgehen ihm gegenüber ändern."
"Ich wollte vom Tourismusverein eine Mitgliederliste haben, was mir aber versagt wurde", ärgerte sich Irmela Spöttle über die unkooperative Haltung von Vereinschef Gebhard Wolf. "Der Vorstand scheint nicht offen zu sein für eine Zusammenarbeit und neue Ideen" oder Vorhaben, machte sie ihre Meinung deutlich.
Deshalb sollen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Zur nächsten Mitgliederversammlung sollen Anträge gestellt werden, denen sich der Vorstand nicht verwehren könne, einigten sich die Anwesenden. Es gehe um den einheitlichen Internetauftritt Arendsees, die Offenlegung der Finanzen und Projekte, wie diese verwendet werden, sowie die gemeinsame Herausgabe einer neuen Imagebroschüre mit integriertem Gastgeberverzeichnis.
"Wir müssen erreichen, dass touristische Angebote gebündelt und Verantwortung koordiniert wird"
Geschäftsführerin Irmela Spöttle
"Wir müssen erreichen, dass die touristischen Angebote gebündelt und die Verantwortung koordiniert wird", sagte Irmela Spöttle. Es gehe nicht, dass der Verein sich der Zusammenarbeit verwehre und sich nicht in die Karten gucken lasse.
Das war auch der Standpunkt von Bürgermeister Norman Klebe. "Am besten wäre es, wenn die Verantwortung für den Tourismus in ganz Arendsee in einer Hand läge", meinte er. Die Fäden könnten dann bei der GmbH zusammenlaufen. So ließen sich auch Kosten einsparen.
"Ich berate einmal in der Woche mit dem Vereinsvorsitzenden über Vorhaben und die Vorgehensweise zur Vorbereitung von Info-Material", meldete sich Geschäftsführer Michael Meyer von der Luftkurort GmbH zu Wort. Diese Zusammenarbeit sei ausbaufähig und von beiden Seiten gewollt, schätzte er ein. Der Austausch funktioniere, zumal sich die Büros der GmbH und des Vereins im gleichen Haus befinden.
Er bedauerte, dass die für den 15. Februar angesetzte Mitgliederversammlung des Vereins aus organisatorischen Gründen abgesagt sei. Denn dabei sollte die letzte Abstimmung zwischen GmbH und Verein über die Imagebroschüre erfolgen. Über den Stand der Arbeiten daran soll es trotzdem an dem Abend ab 19 Uhr in der Tourist-Information gehen. "Alle Interessenten sind uns willkommen", betonte Michael Meyer.
Bis dahin können Fotos und Texte noch bei Info-Leiter René Brandt abgegeben werden. "Ich brauche das Material dringend aus allen Orten der Einheitsgemeinde", appellierte er an Mitstreiter.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.