Mit Spannung erwartet wird die Ausstellungseröffnung " Hansezeit " im Salzwedeler Danneilmuseum. Morgen um 11 Uhr ist es soweit. Museumsmitarbeiter Ulrich Kalmbach gewährte vorab einen Blick ins " Kostbarkeitenkabinett ".

Salzwedel. " Das sind einige unserer Besonderheiten ", sagt Ulrich Kalmbach und freut sich. Da ist ein Blatt aus der Commerzbibliothek in Hamburg zu sehen. Es stammt aus dem Jahr 1566 und zeigt die Wappen von Brügge, London, Novgorod und Bergen. Zudem gibt es verschiedene Urkunden, die den Hanseeintritt von Salzwedel im Jahr 1263 bezeugen sowie eine Schrift über das Enddatum, die aus Hildesheim stammt und auf das Jahr 1518 datiert ist.

Und auch ein goldenes Schiff ist zu erblicken : das Wahrzeichen der Stadt Uelzen. " Wir sind froh, dass sie uns die Replik für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben ", sagt der Museumsmitarbeiter. Gleich daneben das nächste Prachtstück : ein Schwurkasten aus Tangermünde. Dieser sei für das Stadtrecht sehr bedeutsam gewesen. Aus Stendal komme die Hanseschale, die äußerlich zwar nicht mit den goldenen Nachbarn mithalten kann, aber ein sehr seltenes Stück sei. Auch ein " Heringsarm " aus Lübeck, ein Eichmaß für Heringsfässer, ist zu bewundern. " Nur zwei dieser Behältnisse aus Bronze sind erhalten. Sie wurden geschaffen, weil es um die Heringsmenge immer Streit gab ", weiß Ulrich Kalmbach. Ein Bürgerpaar aus Havelberg, vom dortigen Museum zur Verfügung gestellt, ist ebenfalls zu betrachten.

Zudem wartet das Danneilmuseum mit beeindruckenden Zeugnissen aus Alltag, Handwerk und Handel sowie bedeutenden Exponaten der Kirchenkunst aus dem 13. bis 16. Jahrhundert auf. Die Ausstellung ist übrigens während des Internationalen Hansetages vom 5. bis 8. Juni täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

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