Salzwedel ( ta ). Mitglieder des Vereins Wasserkraft Altmark haben am Sonnabend mit Reinhard Hart-Plume und Hans-Peter Schulze vom Museum Altes Zollhaus in Hitzacker drei der sieben im Hotel Hansehof lagernden Spreewaldkähne zu Wasser gelassen. In der Jeetze sollen sie quellen, damit sich eventuelle Undichtigkeiten schließen, erklärte Vereinsvorsitzender Wolfgang Winkelmann.

Die Kähne, deren bisherige Einsätze auf Pfefferteich und Jeetze sich aufgrund des nicht zu finanzierenden Aufsichtspersonals in überschaubaren Grenzen hielten, sollen zum Hansetag für Furore sorgen. So sollen 100 Jahre nach dem Ende der wirtschaftlichen Beziehungen der Städte Salzwedel und Hitzacker auf dem Wasserweg diese wiederbelebt werden. Eine Delegation mit dem Bürgermeister der niedersächsischen Elbestadt wird am Sonnabend, 7. Juni, am Hansehof anlegen, wünscht sich der Wasserkraft-Verein. " Hier war der traditionelle Warenumschlagplatz ", betont Reinhard Hart-Plume die historische Bedeutung.

Das Problem : Der Steg am neuen Hotel ist ein " Schwarzbau ". Gegen die vom Kreisbauordnungsamt verhängte Teilrückbauverfügung setzt sich der Eigentümer noch immer juristisch zur Wehr. Sollte die Delegation nicht am Hansehof anlegen dürfen, sollte ein Ausstieg am gegenüberliegenden Dumme-Zufluss ermöglicht werden, so Reinhard Hart-Plume. Darüber hinaus plane der Altmarkkreis zur Förderung des Wassertourismus den Bau mehrerer Anlegestellen am Jeetze-Ufer in Richtung Landesgrenze. Am Hundesportplatz haben Mitarbeiter der Jeetze-Landschaftssanierung jüngst eine solche geschaffen.

Zum Internationalen Hansetag werden am Sonnabendnachmittag interessierte Gäste auch kostenlos mit den Kähnen über die Jeetze geschippert, sagte Vereinssprecher Eberhard Liebe. Dann werde nur um eine Spende gebeten. Am Abend sollen dann in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Beetzendorf und dem Salzwedeler Turnverein Jahn Lampions auf den Booten die Jeetze erhellen.