Salzwedel. Die Zahl der Teilnehmer des diesjährigen Salzwedeler Frühjahrsputzes war überschaubar : Nicht einmal zehn Leute waren am Sonnabendvormittag gekommen, um den Burggarten von Unrat zu befreien. Vor allem Mitarbeiter der Stadtverwaltung wie Bauamtsleiter Ralf Burmeister und Ordnungsamtschef Erich Kaiser sowie Stadträte wie Uta Brunsch und Burkhard Rechel fühlen sich bemüßigt, dem Aufruf zu folgen.

Olaf Meining von der Hanse Crew, die in diesem Jahr zum Subbotnik aufgerufen hatte, war dennoch nicht enttäuscht : " Viel mehr Leute hatte ich auch nicht erwartet. " Die zentrale Säuberungsaktion sei quasi der Ausklang der verschiedenen Arbeitseinsätze gewesen, die viele Vereine wie zum Beispiel die Siebeneichener Siedler oder die Angler bereits in den vergangenen Wochen organisiert hatten. Die Vogelfreunde räumten zeitgleich rund um die Schwimmhalle auf.

Platz rund um das Ehrenmal verdreckt

Der Burggarten bot am Sonnabend vor allem rund um die Ehrenhalle ein schlechtes Bild, das herumliegende Zigarettenschachteln und Bierflaschenscherben prägten. Ute Brunsch schätzte bei der Müllsuche in den Gebüschen ein : " Hier könnten wir eine Flaschensammlung aufmachen. " Dazu kam es aber nicht, denn der einsetzende Starkregen beendete den Subbotnik früher als gedacht.

Eine Bürger-Reaktion auf den Aufruf, dem Bürgermeister im Vorfeld Dreckecken in der Stadt zu melden, habe es gar nicht gegeben, sagte Erich Kaiser. Das Ordnungsamt sei lediglich auf mehrere Abschnitte hingewiesen worden, die ohnehin routinemäßig gesäubert werden.

Olaf Meining zog ein gutes Fazit : " Mit der Entwicklung des allgemeinen Stadtbildes sind wir zufrieden. Die meisten Leute machten vor ihren Häusern sauber. " Dass der Hansetag naht und sich Salzwedel als würdiger Gastgeber präsentieren will, sei im Bewusstsein der Bürger angekommen.