Zu den Gaslaternen am

Lüchower Tor erreichte uns

folgende Zuschrift :

Vor längerer Zeit - es werden fast vier Jahre - machte der Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt ( ASA ) unserer Stadt ein besonderes Geschenk. Zwei original nachgebaute Gaslaternen wurden an den Säulen des ehemaligen Lüchower Tores montiert. Nicht ohne Grund, denn vor sehr vielen Jahren zeigten dort echte Gaslaternen den Weg in die Stadt. Handwerker opferten viele Stunden ihrer Freizeit für den Nachbau, der eine wahre Augenweide ist. Doch nur einmal, vor der Silvesternacht, leuchteten sie, provisorisch über Kabel an die Katharinenkirche angeschlossen. Als Grund für einen Nichtanschluss an das wenige Meter entfernte Straßenbeleuchtungskabel wurde immer wieder von der Stadtverwaltung auf fehlendes Geld hingewiesen. Gründe, die wohl für viele Salzwedeler nicht nachvollziehbar sind.

Bei größeren Bauvorhaben, wie jüngst beim Marktplatzbau, werden schnell einmal über 100 000 Euro mehr ausgegeben. Es ist beschämend für unsere Stadt, wie hier Beiträge eines Vereines zur Verschönerung des Stadtbildes durch die Verwaltung ignoriert werden. Wie sollen wir das den Besuchern des Internationalen Hansetages erklären ? Aus dem Bauamt war zu erfahren ( die Volksstimme berichtete ), dass seit einiger Zeit eine Firma den Auftrag für Schachtarbeiten zur Kabelverlegung hat, aber zeitlich die Arbeiten noch nicht ausgeführt werden konnten.

Ist das glaubhaft ? Es muss doch möglich sein, in den nächsten Tagen endlich ein Kabel von der Straßenleuchte vor dem Haus Breite Straße 47 zu der Säule des Lüchower Tores zu legen, eine Abzweigmuffe zu montieren und dann die Fahrbahn mit dem Kabel zur zweiten Säule zu unterqueren. Erfahrene Baufirmen, wie wir sie in unserer Stadt haben, erledigen das ohne größere Straßensperrung. Eine Salzwedeler Elektrofi rma hat sich als Sponsor für die Bereitstellung des Kabel angeboten. Die jährlichen Stromkosten der beiden Laternen, die Energiesparlampen erhalten, dürften wohl nicht den Schuldenberg unserer Stadt weiter anhäufeln. Der Elektromeister des Wirtschaftshofes, der die Straßenbeleuchtung betreut, sollte sofort bei Telekom und E. ON-Avacon einen Einblick in vorhandene Versorgungsleitungen im Schachtbereich nehmen, damit endlich der Stromanschluss erfolgen kann – ohne Wenn und Aber.

Bodo Habermann

Salzwedel

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