Was ist eigentlich unsere Identität unter all den Hansegästen vom 5. bis 8. Juni ? Wie war es früher und wie ist es heute ? Die Altmark ist eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands und wird auch als Wiege Brandenburgs bezeichnet. Was ist typisch und was ist in Vergessenheit geraten ?

Salzwedel. Die Altmark wurde nach dem Ende der Eiszeit besiedelt. Deutliche Spuren sind aber erst seit der Jungsteinzeit nachzuvollziehen. In dieser Zeit war für die Altmark der Trichterbecher ein bekannter Gegenstand ( Trichterbecherkultur ist eine alte Kultur, die von 4200 bis 2800 vor Christus bestand und nach dem typischen Becher, der einen trichterförmigen Hals besitzt, bezeichnet ist ). Erstmals erwähnt wurde die Altmark um 1304 als " Alte Mark ". Bekannt war die Altmark / Gardelegen auch für das erste Bier der Welt, das Garley. Die altmärkische Küche ist vor allem durch deftige, bodenständige Speisen geprägt. Mit dem Salzwedeler Baumkuchen gibt es eine exklusive Spezialität mit überregionaler Ausstrahlung. Weitere bekannte Speisen sind : Altmärkische Hochzeitssuppe, Zungenragout und Altmärkischer Tiegelbraten.

Bei einer Umfrage im Salzwedeler Stadtzentrum ergab sich, dass bei Auswärtigen der Baumkuchen und das Fachwerk am bekanntesten sind. Bei Einheimischen waren die Antworten vielfältig. Die meisten betrachteten den Tiegelbraten als typisch altmärkisch. Andere Antworten waren der Spargel, alte Kirchen, Zungenragout, Hochzeitssuppe, Blechkuchen sowie Wald und Wiesen.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Altmärker eher zurückhaltend sind, aber bei großen Anlässen kräftig speisen und feiern können. Zu sehen ist auch, dass sie sich der ganzen Welt präsentieren wollen und dafür ihre Städte in einem guten Zustand halten und verbessern, so auch für den Hansetag.