Salzwedel. Verkehrsberuhigende Maßnahmen durch wechselseitiges Parken und durch bauliche Vorkehrungen – das fordern die Anwohnern der St .-Georg-Straße. Ein entsprechendes Bürgeranschreiben, unterlegt mit 208 Unterschriften, übergaben sie am Mittwoch dem Stadtrat. Denn, so schilderte Annekatrin Janko während der Einwohnerfragestunde : " Hinter uns liegen strapaziöse Wochen. " Den Perveranern sei bewusst gewesen, dass die Umleitung durch die St .-Georg-Straße aufgrund der Umbauarbeiten an der Kreuzung Schiller- / Thälmannstraße unumgänglich war. Doch diese sind nun im Wesentlichen abgeschlossen. Sie hoffen, die Situation entspanne sich wieder.

Doch der Vorschlag von Lothar Heiser, Leiter des Polizei-Verkehrsdienstes, die Parkfläche auf die andere Straßenseite zu verlegen, sorgt für neue Unruhe. " Das würde den Perver wieder zu einer Haupteinfahrt in die Innenstadt machen und zum Anstieg der Durchfahrtsmenge führen. Wir müssen befürchten, dass sich die Autolawine dann dauerhaft durch unsere Straße drängt ", heißt es in dem Schreiben und weiter : " Damit würde absichtlich der Verkehr von der vierspurigen Thälmannstraße, die seinerzeit als Entlastungsstraße für den Perver und die Innenstadt gebaut wurde, auf die schmale und dicht bebaute St .-Georg-Straße verlagert werden. "

Die Anwohner verweisen darauf, dass die Straße durch ein Wohngebiet führt, sich dort eine Grundschule und ein Gemeindezentrum befinden. Auch Kinder und ältere Leute, Fußgänger und Radfahrer sollen die Straße gefahrlos benutzen können. " Schon jetzt sagen wir zu den Kindern, dass sie bitte auf dem Fußweg fahren sollen, weil die Straße eine Rennstrecke geworden ist ", sagte Falk Kindermann. Volker Lahmann plädierte für bauliche Maßnahmen wie Straßeneinengungen, die bestenfalls so gestaltet sind, dass Geschwindigkeitskontrollen gar nicht mehr nötig sind. " Geben Sie den Menschen im Perver das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. "

Stadtrat Holger Haberecht ( SPD ), zugleich Vorsitzender des Verkehrsausschusses, sagte dazu, dass dieses Thema mehrmals im Ausschuss behandelt worden sei. Eine Änderung der Parkregelung sei in nächster Zukunft nicht vorgesehen. Das von den Perveranern vorgeschlagene wechselseitige Parken finde sich allerdings schon im Verkehrsgutachten des Dresdner Experten Dr. Hunger, räumte Haberecht ein. Er versprach, dass das Bürgeranschreiben und die Vorschläge im Verkehrsausschuss Thema sein werden. Eine Lösung werde es vor dem Hansetag jedoch nicht geben.