Salzwedel - Diese Kombination ist neu in der Geschichte der Hanse der Neuzeit: Die Medien Malerei und Film vermischen sich zu einem Gesamtkunstwerk. Die Ergebnisse des Projektes "HanseBlicke" werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen sein werden neben 14 Ölgemälden auch Videos über deren Entstehung. Zur Ausstellungseröffnung lädt der Offene Kanal Salzwedel (OKS) ab 16 Uhr ins soziokulturelle Zentrum Hanseat ein. Die Ausstellung ist dort bis zum 10. Oktober zu sehen.

Unter der Inspiration und Anleitung des Künstlers und Kunstpädagogen Andreas Neuling beschäftigten sich die Jahngymnasiasten Luise Schnöckel, Victoria Güde, Isabelle Thiede, Norman Lindenberg, Susanne Bause, Raphaela Lindenberg, Wiebke Kraudelt, Isabelle Stöbe, Lea Borchert, Jana Voth, Semira-Klara Hallensleben und Josephine Milz zunächst inhaltlich intensiv mit dem Thema Hanse, bevor sie einen Pinselstrich auf die Leinwand brachten. Los ging‘s im Januar 2007. Ein halbes Jahr lang beobachtete der OKS-Kameramann Rainer Laukert (52) den Schaffensprozess filmisch. Er hielt das Ringen der Schüler und deren künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auf Videos fest.

Die Premiere steht kurz bevor. Der Projektfilm wird heute ab 10, 13, 16 und 19 Uhr im OKS ausgestrahlt. Und einen individuellen Zusammenschnitt hat Rainer Laukert für jeden der Hanse-Künstler noch zusätzlich parat. Ermöglicht wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, gefördert vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Förderprogramms "Lokales Kapital für Soziale Zwecke", erklärt Beate Wendt, Chefin des Salzwedeler Bürgerfernsehens.

Die Eröffnungsveranstaltung wird für die Projektgruppe auch zu einem Wiedersehen. So haben einige der jungen Künstler bereits die Schule verlassen und sind zum Studium gegangen. Noch einmal werden sie sich treffen, wenn die Bilder ab dem 27. Oktober in der Salzwedeler Bibliothek ausgestellt werden. Dann gibt es ab 18.30 Uhr ein Glas Sekt auf das Gelingen dieses außerordentlichen und medienübergreifenden Kunstprojektes.