Eggersdorf l Lieselotte Weber kann zurecht als Eggersdorfer Urgestein bezeichnet werden. Die heute 89-Jährige arbeitete 34 Jahre als Sachbearbeiterin im Gemeindebüro des Ortes und stand während dieser Zeit zahlreichen Bürgermeistern hilfreich zur Seite. Sie hat die Entwicklung des Dorfes nicht nur hautnah miterlebt, sondern in ihrer beruflichen Tätigkeit auch mitgeprägt. Und noch heute interessiert sich die Seniorin für alles, was in Eggersdorf passiert.

So fehlte Lieselotte Weber auch am letzten Tag des Jahres 2013 nicht bei der vormittaglichen Feierstunde der Eggersdorfer Volkssolidarität. "Ich besuche die Treffen der Volkssolidarität hier gern", sagt sie. Am Silvestertag eine Premiere: Zum ersten Mal fand das Jahresausklangstreffen für alle Mitglieder und Interessenten im Eggersdorfer Bürgerhaus statt. Auch Lieselotte Weber fehlte dabei nicht und war die älteste Teilnehmerin. Vor allem die Senioren will die Einladung der Volkssolidarität zu diesem Treffen erreichen. Ältere Leute, vielleicht auch die, die alleine sind, sollen hier zusammenkommen und sich austauschen können.

So auch am letzten Tag des Jahres 2013. Wenige Stunden bevor die Kirchenglocken im Land erklangen und das neue Jahr einläuteten, eröffnete Rosemarie Ziem, die Vorsitzende der Eggersdorfer Volkssolidarität, mit einem kleinen Glöckchen die Abschlussveranstaltung. In froher Runde wurde in geselliger Gemeinschaft über dies und das geplaudert, natürlich bei typischen Speisen und Getränken, wie es der Silvesterbrauch so will.

Auch Ortschaftsbürgermeister Horst Lewy war anwesend, berichtete aus dem Dorf, gab für das kommende Jahr Ausblick in die zu erwartende Ratsarbeit und wies auf die bevorstehenden Kommunalwahlen hin. Lobend äußerte sich das Gemeindeoberhaupt über die gewachsene Dorfgemeinschaft und die damit verbundene ehrenamtliche Tätigkeit vieler Bürger in den zahlreichen Vereinen des Ortes. Natürlich musste der Bürgermeister auch zu einigen Fragen Stellung nehmen, die die Senioren bewegen: Wann wird nun endlich der Radweg nach Großmühlingen gebaut? Wird die Bauruine in der Tränkestraße bald abgerissen? Was soll am Bahnhof gebaut werden?

Alle kamen gut miteinander ins Gespräch. Lieselotte Weber und auch die anderen Gäste des Volkssolidaritäts-Jahresausklangs fühlten sich bei dem Treffen im Bürgerhaus nach eigenem Bekunden sehr wohl und hatten eine schöne Zeit. Die Anwesenden schätzten das Treffen als gelungen ein, bedankten sich bei den Verantwortlichen für die gute organisatorische Vorbereitung und wünschten auch für das neue Jahr eine Veranstaltung in gleicher Art.

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