Die Freiwillige Feuerwehr Welsleben blickte als erste der sieben Ortswehren in Bördeland im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung auf das abgelaufenen Jahr zurück.

Welsleben l Seit 116 Jahren gehört die Freiwillige Feuerwehr zu Welsleben und ist, da waren sich alle Redner auf der am Sonnabend stattgefundenen Jahreshauptversammlung sicher, aus der Ortschaft nicht wegzudenken. Hauptkampfgebiet der Kameraden war auch im vergangenen Jahr die technische Hilfeleistung. Die Nähe zur Bundesstraße 246 a und der Bundesautobahn 14 sorgten für eine ganze Reihe von Einsätzen. Elf Mal rückte die Welsleber Wehr zu Verkehrsunfällen aus, pumpte Diesel aus einem leckgeschlagenen Lastkraftwagen, beseitigte Ölspuren und rettete mit ihrer Technik verletzte Personen aus ihren verunglückten Autos. In einem Fall, und auch an diesen schlimmen Moment erinnerte Ortswehrleiter Mario Brych in seinem Einsatzbericht, konnten die Kameraden eine Frau nur noch bergen. Bilder, die die Feuerwehrleute so schnell nicht vergessen und die sich im neuen Jahr hoffentlich nicht wiederholen.

Auf der anderen Seite stehen unheimlich viele schöne Bilder des vergangenen Jahres. "Ich danke euch für das beispielhafte Engagement für das kulturelle Leben im Ort", lobte Bürgermeister Bernd Nimmich und schloss an die Aufzählung des Ortswehrleiters an. Diese reichte vom Frühlingsfeuer über Vereinsfeste bis hin zum Weihnachtsmarkt und bewies eindrucksvoll, dass die Feuerwehr ein gern gesehener Gast ist, der sich bereitwillig einbringt, wenn Unterstützung gefragt ist.

Auch innerhalb der Wehr wird die Gemeinschaft gepflegt und immer wenn an diesem Abend das Wort Kameradschaft fiel, hatte man den Eindruck, dass die Feuerwehrleute in ihren schmucken Ausgehuniformen gleich ein wenig aufrechter saßen. Höhepunkte im vergangenen Jahr waren sicherlich die Paddeltour auf der Elbe, der Ausflug der Frauengruppe nach Berlin und die viertägige Reise in den Böhmerwald, die insbesondere von der Alters- und Ehrenabteilung gut angenommen wurde. Im Namen der älteren Kameraden bedankte sich Dieter Rohde für die Unterstützung der Wehrleitung.

Immer stärker rückt indes die Gemeinschaft der Bördeland-Wehren in den Blickpunkt. "Wir können nur zusammen größere Einsätze fahren", betonte Gemeindewehrleiter Hans Jürgen Schulze und erinnerte an den Gefahrgutunfall im Dezember auf der Autobahn. Zur Zusammenarbeit gehören weiterhin gemeinsame Technikschulungen. Praktisch wird das bereits im Laufe dieses Jahres wichtig werden, wenn das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) der Gemeinde eintrifft. Es wird in Welsleben stationiert.

Als stabil haben sich im Jahr 2013 die Kinder- und Jugendfeuerwehren erwiesen. Ortsjugendfeuerwehrwart Frank Garlipp nannte als Höhepunkte den Fackelumzug zu Halloween, eine Dorfrallye zum Auffinden der Hydranten und etliche weitere Höhepunkte. Ein neues Brandhaus, das besser transportiert werden kann, unterstützt die wichtige Arbeit mit dem Feuerwehrnachwuchs, bei der Garlipp mittlerweile von seiner Frau Sabine und Sebastian Otto unterstützt wird.

In einer der nächsten Ausgaben werden die Ausgezeichneten und Geehrten veröffentlicht.