Eine Million Euro investiert Mario Krüger in sein Unternehmen im Schönebecker Industriepark West. Startschuss für seine Firma mit dem Namen "MKT-Zerspanungstechnik" ist im Februar. Sein Metier: Krüger fertigt Bauteile mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen.

Schönebeck l Risiko? Davon möchte Mario Krüger lieber nichts hören. Der 43-Jährige geht nämlich einen riskanten Schritt. Doch das ist gewollt. Denn der Schönebecker ist überzeugt von seiner Idee, seiner Vision, seiner beruflichen Zukunft. Mario Krüger macht sich selbständig. Im Februar geht er mit seiner Firma "MKT-Zerspanungstechnik" in der heimischen Wirtschaft an den Start. Ort des Geschehens ist der Industriepark West in Schönebeck.

"Ich werde in der Lohnarbeit tätig sein", sagt Krüger. Soll heißen: Der Schönebecker wird für seine Auftraggeber Bauteile jeglicher Art fertigen. Sie können ein Gewicht von bis zu drei Kilogramm haben. "Das ist etwas Besonderes in der Region", stellt der Schönebecker sein Alleinstellungsmerkmal heraus. Zwar gebe es einige Unternehmen, die wie er Bauteile fertigen, jedoch nicht in den Größen, so Mario Krüger. Für diese Arbeit hat sich der Existenzgründer eine spezielle CNC-Maschine bestellt, sie verfügt über einen Drehdurchmesser von 1,20 Meter. Gefertigt werden die Werkteile im Schönebecker Industriepark West. Hier hat sich Mario Krüger eine 360 Quadratmeter große Werkhalle gebaut. Das Gelände umfasst 2300 Quadratmeter.

"Diese Größe reicht für mein Vorhaben vollends aus", sagt Krüger. Er will eine schlanke Struktur "mit zwei Maschinen in höchster Präzision", erklärt der Unternehmer. Dass der Markt für seine Firma da ist, davon ist Mario Krüger überzeugt.

Später sollen fünf Mitarbeiter in zwei Schichten arbeiten

"Bohrwerke sind rar, die gibt es zu selten", sagt er. Außerdem sei seine Maschine mit dem bereits genannten 1,20 Meter Drehdurchmesser äußerst selten in der Region. Mit diesen Vorzügen seiner Firma "MKT-Zerspanungstechnik" will der Schönebecker jetzt im Januar werben. "Ich gehe auf potenzielle Kunden direkt zu", nennt er seinen Plan.

"Anfangs werde ich drei Mitarbeiter beschäftigen", sagt der 43-Jährige. In der zweiten Phase sollen es dann fünf Angestellte sein, die in zwei Schichten arbeiten, erklärt er seine Vorstellung. Die CNC-Dreher und Bohrwerkdreher hat Krüger noch nicht in seinem Personalstamm. Noch nimmt der Unternehmer Bewerbungen an.

Er selbst hat 25 Jahre lang als Bohrwerkdreher in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet. "Ich habe das alles grundhaft gelernt", sagt er. Nun ist es für ihn an der Zeit, sein Wissen anders als im Angestelltenverhältnis umzusetzen. Deshalb geht er nun das Risiko ein. "Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mehr will", erklärt er seinen Schritt in die Selbständigkeit.

Dass der Schönebecker mit seinem eigenen Unternehmen in der Elbestadt bleibt, ist für ihn selbstverständlich. Ein Argument sei in jedem Fall das günstige Bauland gewesen. Hier ist er nah an der Autobahn14 und die Halle ist aufgrund der hohen Lage sicher vor einem eventuellen Hochwasser, zählt Krüger auf. "Und durch die Wirtschaftsförderung der Stadt fühlte ich mich gut unterstützt", lobt Kürger die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Rund eine Million Euro investiert Krüger in sein Unternehmen. 42 Prozent davon wurden gefördert. In 15 Jahren will der 43-Jährige seine Kredite für das Unternehmen abbezahlt haben.