Beim SPD-Neujahrsempfang informierte der Schöppenstedter Manfred Kramer über ein Spendenergebnis für die Peter-Maffay-Stiftung, an dem sich auch Barbyer Bürger beteiligt hatten.

Barby l "Das können Sie in Ihrem Dienstzimmer aufhängen." Zum Neujahrsempfang der Sozialdemokraten überreichte der Schöppenstedter Manfred Kramer Bürgermeister Jens Strube ein Plakat. Dessen doppelsinnige Überschrift lautet: "Endlich alles rausholen". Damit sind radioaktive Behälter des Atommüll-Lagers im ehemaligen Salzbergwerk Asse II bei Wolfenbüttel gemeint. Nach dem Willen der Bürgerinitiative, zu der auch Manfred Kramer gehört, soll das Lager endgültig geschlossen werden. "Auch wenn die Radioaktivität heute in hunderten Metern Tiefe verwahrt sein mag - wie sollen zukünftige Generationen vor ihr geschützt werden?", sagte der 62-jährige, der in der Nähe wohnt.

Schöppenstedt ist die Partnerstadt von Barby. Manfred Kramer war im September 2012 mit dem Fahrrad schon mal im Elbestädtchen. Damals mit seinem Freund Dieter Radke (64) auf einer 2000-Kilometer-Spendentour. Die Beiden hatten ihre erste Etappe auf dem Weg von Niedersachsen nach Rumänien geschafft.

Mit soviel Geld nicht gerechnet

Kramer und Radke sammelten Spenden für die Peter-Maffay-Stiftung. Der Deutschrocker brauchte sie für ein Haus in seiner Heimat Rumänien, wo traumatisierte Kinder betreut werden. SPD-Ortsvorsitzende Ilona Döring konnte damals 290,20 Euro übergeben, die in einer selbst gebastelten Spendenbüchse gesammelt wurden.

Beim Neujahrsempfang verkündete Manfred Kramer am Sonntag nun stolz, dass 25000 Euro erradelt wurden. "Damit hatten wir nicht gerechnet", gestand der ehemalige VW-Betriebsrat, der "maximal 20000 Euro" angepeilt hatte.

Die Spendentour dauerte 38 Tage bis nach Siebenbürgern. Unterwegs erlebten die beiden fitten Vorruheständler die Unbilden des Wetters und ein Rudel rumänischer Hunde. "Die haben uns eines Morgens verfolgt und mit den Zähnen gefletscht. Wir wurden immer schneller", erinnerte sich der 62-Jährige. Was letztendlich nichts nützte. Erst als die Männer die Hunde beherzt anschrieen, zogen sie ab.

Die 25000 Euro wurden im Juni 2013 während eines Peter-Maffay-Konzertes in Hannover dem Musiker auf der Bühne übergeben. Für dieses Jahr kündigte der Schöppenstedter eine erneute Spenden-Radtour an.

Das Kinderferienhaus in Roades (Siebenbürgen) war im Sommer 2011 eröffnet worden. Es ist nicht der einzige Ort von Maffays sozialem Engagement. Der Start seiner Projektarbeit erfolgte mit Eröffnung des Stiftungszentrums in der Stadt Pollenca im Norden der Baleareninsel Mallorca im Jahr 2002. Auf der Finca Ca`n Llompart können jährlich bis zu 400 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern Aktivaufenthalte verbringen. Dabei lernen sie den ökologischen Finca-Betrieb von Ca`n Sureda kennen.

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