Einem neuen, eher kurzfristig umzusetzenden Projekt widmen sich die Mitglieder des Kirchbauvereins St. Johannis. Bis Ostern soll ein neuer Bronzeleuchter für den Salzelmer Sakralbau geschaffen werden. Dafür werden Spenden benötigt.

BadSalzelmen l Schön ist anders. Das sieht nicht nur Wolf-Michael Feldbach so, wenn er seinen Blick auf die Lampe richtet, die vor der Orgelempore der St.-Johannis-Kirche hängt. "Ich sage immer, dass das eine Klolampe ist", sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. Dabei ist das nicht wirklich zum Lachen. Schließlich verdirbt diese eine unpassende Lampe im Eingangsbereich das ganze Bild, das die St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen bieten kann.

"Deshalb wollen wir das Problem nun konkret angehen", sagt Feldbach, der dem Kirchbauverein vorsitzt. Seit mehr als 20 Jahren hat sich diese Gruppe von Ehrenamtlichen dem Sakralbau im Herzen von Bad Salzelmen verschrieben. Ist ein Projekt vollendet, folgt das nächste. Für die Mitglieder wird es nie langweilig.

"Lampe durch Bronzeleuchter ersetzen."

Ziele muss man sich eben setzen. Dieser Meinung ist auch Wolf-Michael Feldbach.

"Wir wollen die Lampe durch einen Bronzeleuchter ersetzen", sagt er. Zwei solcher edlen Leuchter hängen bereits in der St.-Johannis-Kirche. Der dritte vor der Orgel soll das Bild vervollständigen. "Der neue Kronleuchter wird den bereits vorhandenen sehr ähnlich sein", verrät Feldbach, dass einer der "alten" Bronzeleuchter als Vorlage genutzt werden soll.

Doch wie immer können solche Projekte nur mit einem gewissen finanziellen Aufwand verwirklicht werden. Der neue Bronzeleuchter schlägt inklusive Montage mit rund 12000 Euro zu Buche. Darin mit inbegriffen: die Sanierung eines der zwei "Alten". "Wir haben Fördermittelanträge gestellt, aber keiner wurde bewilligt", berichtet Feldbach. Ergo muss der Verein die Summe selbst aufbringen. "Deshalb wollen wir nun vermehrt Spenden akquirieren", nennt Feldbach die Verfahrensweise. Und das am besten sehr schnell. Denn die Mitglieder haben sich ein hehres Ziel gesetzt: "Bis Karfreitag soll der Leuchter fertiggestellt sein, so dass er am Ostermontag zum ersten Mal in der Kirche leuchten kann." Das ist ein Tag, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Denn: "Das ganze Bild der Kirche wird anders sein."

"Am 14. Juni wird die Orgel gefeiert."

Davon ist Wolf-Michael Feldbach überzeugt. Und nicht nur davon. Der Kirchbauverein hat noch einen weiteren Tag in diesem Jahr, der in die Geschichte des Vereins eingehen wird. "Unsere Rühlmann-Orgel ist 100 Jahre alt", sagt der Vorsitzende. Das erkennen die Mitglieder an der Jahreszahl der Erbauung. "Leider steht nur die Jahreszahl 1914 an der Orgel, nicht aber das genaue Datum", sagt Feldbach. Doch so tragisch ist dieser Fakt nicht. "Wir haben uns einfach entschieden, diesen runden Geburtstag am 14. Juni zu feiern."

"Diesen Tag werden wir von morgens bis abends mit Orgelkonzerten und Führungen begehen", verrät er kein Geheimnis. Und: "Das wird ein tolles Fest für die Orgel." Er ist sich sicher, dass nicht nur die Musik an diesem Tag gut bei den Besuchern ankommen wird. Auch die Orgelführungen werden ihre Resonanz finden. "Denn Experten haben uns bescheinigt, dass wir eine schöne romantische Orgel haben", sagt Wolf-Michael Feldbach.

Der Vereinsvorsitzende strahlt im gesamten Pressegespräch Zuversicht aus. Nachvollziehbar. Denn dem Kirchbauverein geht es gut. Die Projekte laufen. "Unsere Bänke haben wir nun fast abbezahlt", erzählt der Vorsitzende weiter. Und auch die Veranstaltungen, mit denen die St.-Johannis-Kirche immer wieder ins Gedächtnis der Schönebecker gebracht wird, werden weiter organisiert. Feldbach zählt das Konzertjahr - gemeinsam von St. Jakobi und St. Johannis - auf, genauso wie die drei Flohmärkte im Sommer rund um den Sakralbau. "Das alles wird es wieder geben", sagt er.