Die Besucherzahlen im Solequell für das vergangene Jahr liegen hinter den Erwartungen. Trotzdem zeigt der Kassenstand ein Mehr an Einnahmen. Das sei durch Kosteneinsparungen innerhalb des Betriebes entstanden.

Schönebeck l Positiv blickt Sibylle Schulz auf das vergangene Jahr zurück. Die Betriebsleiterin des städtischen Eigenbetriebes, dem Solepark, sagt, dass die Besucherzahlen im Solequell sehr, sehr gut seien. Wo Licht ist, ist aber auch immer Schatten. Und so kommt die Hiobsbotschaft im Kur- und Gesundheitsausschuss auch sofort.

"Im Juni und Juli haben wir aufgrund des Hochwassers einen Einbruch zu verzeichnen", sagt Schulz. Und der hat es in sich. Im Vergleich zu 2012 waren es in diesen zwei Monaten 9594 Besucher weniger. 2012 waren rund 204000 Gäste im Solequell. 2013 sollten es 206000 Badende werden. Stattdessen kamen aber nur 198151 Besucher. "Das ist viel Geld, das uns dadurch verloren geht", schätzt Sibylle Schulz ein.

Das ist eine logische Schlussfolgerung - die aber für den Solepark nicht ganz zutrifft. Denn trotz der geringeren Besucherzahl sind die Einnahmen gestiegen. Im Vergleich zu 2012 seien 23932 Euro mehr in die Solequell-Kasse geflossen, informiert die Betriebsleiterin. Denn die Mitarbeiter im Solepark haben nach den Ausfällen durch das Hochwasser entgegengesteuert, macht sie im Kurausschuss deutlich. So wurde beispielweise die Instandsetzung des Sockels im Trinkbrunnen auf das Jahr 2014 verschoben.

Doch eine näherliegende Erklärung beruht wohl auf der Preiserhöhung, die Anfang 2013 umgesetzt wurde. Seither kosten baden und saunieren beispielsweise im 3-Stunden-Tarif 50 Cent mehr, also 11,50 Euro (Bad) und 14,50 Euro (Sauna). Oder das Familientagesticket, das seit 2013 zwei Euro mehr, also 30 Euro, kostet.

"Was schließlich die Kosteinsparungen bei uns im Haus ausmachen, können wir noch nicht sagen", führt Sibylle Schulz weiter aus. Dafür fehlen die genauen Zahlen. Ihr ist es wichtig, in diesem Zusammenhang eine Botschaft an die Kurausschussmitglieder zu geben: "Es läuten keine Glocken, dass wir einen höheren Zuschuss von der Stadt benötigen." Für Helmut Huppertz (CDU) ist das nicht so klar. Er brubbelte mehr als das er es laut sagte: "Die Glocken läuten trotzdem."

Eine unnötige Sorge? Nicht unbedingt. Denn der jährliche Zuschuss der Stadt an den Solepark beträgt inzwischen 1,9 Millionen Euro. Wie viel Euro mehr könnte die Stadt noch zahlen? Für Prokuristin Britta Simon stellt sich die Frage vorerst nicht. "Ich gehe davon aus, dass unsere geplanten Zahlen passen und wir keinen höheren Zuschuss benötigen", sagt sie im Ausschuss. Eine verlässliche Antwort werden alle vermutlich im März erhalten. Dann soll die Endabrechnung für 2013 stehen, "Momentan trudeln noch Rechnungen bei uns ein", erklärt Simon.