Schönebeck l Henrik Scheffler zu den Grundwasser-Messpegeln:

"Zunächst einmal: "Scheffler weiß, wie das da aussieht." Ich muss das sogar wissen, denn sonst könnte ich meine Arbeit als Mitarbeiter "Grundwassermanagement" gar nicht ausführen. Aber ich muss einräumen, dass auch ich, wenn ich knietief im Kellerwasser stünde, wohl etwas irritiert wäre, wenn mir dann jemand durchs Kellerfenster ein piependes und mit einer roten Signallampe versehenes Gerät namens "Frühwarnsystem" anpreisen würde. Ich würde wohl "Zu spät" sagen. So sei hier angemerkt, dass die Kommunikation des Themas in diesem Falle unglücklich war.

Man kann die Sache auch ernsthafter und umgekehrt betrachten: Wenn es solche "Systeme", Messstellen und Pegel nicht gäbe, hätte Problemwasser schon viel größere Schäden angerichtet, als sie bisher zu beklagen waren. Ohne den Pegel Barby könnte das Pretziener Wehr nie gezogen werden. Hier zeigt sich deutlich: Ohne wenn kein dann! Wenn es keine verlässlichen Daten gibt, dann ist kein zielführendes und seriöses Handeln möglich. Ohne Messpegel wären weder LHW noch die Stadt arbeitsfähig. Und dies gilt für Hoch-, Grund- und Drängewasser. Wenn etwas schnell gehen soll wie etwa die Schadensbeseitigung, dann finden diese längerfristigen Handlungsrichtlinien nur schwer Gehör. Dennoch sind sie dringend notwendig. Wer Abhilfe schaffen will, muss die Umstände kennen. Über das weiteres Vorgehen bezüglich des Themas "Grundwasserpegelmesssystem" werde ich am 10. Februar dem Hauptausschuss berichten."