Die Freiwillige Feuerwehr Eickendorf hat sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt. Neben der weiterhin starken Nachwuchsarbeit konnte die Zahl der aktiven Kameraden auf 21 erhöht werden.

Eickendorf l So voll war es im Gemeinschaftsraum der Freiwilligen Feuerwehr Eickendorf schon eine Weile nicht, wenn es an die jährliche Jahreshauptversammlung ging. Der Eindruck unterstreicht die positive Entwicklung der Ortswehr. Abschnittsleiter Uwe Tandler begrüßt das ausdrücklich: "Ich sehe hier eine stabile Wehr, die sich in den vergangenen anderthalb Jahren stabilisiert hat." Das Wort richtete er dabei an Ortswehrleiter Kevin Ritter und sprach ihm seinen Dank aus. 21 aktive Kameraden, davon zwei Frauen, weist die Eickendorfer Wehr derzeit auf. Auch was die Qualifikationen angeht, können sich die Feuerwehrleute sehen lassen: Die Zahl der Kameraden, die ein Kraftfahrzeug über 7,5 Tonnen fahren dürfen, stieg mit Hilfe der Gemeinde von eins auf drei, die Zahl der Atemschutzgeräteträger auf neun gegenüber fünf im Vorjahr.

Eine Menge Zahlen präsentierte Ortswehrleiter Ritter bei seinem Rechenschaftsbericht (siehe Info-Kasten). Er ließ das Jahr kurz und knapp aus Sicht von Einsätzen und Ausbildungen Revue passieren. Insgesamt leistete die Wehr 446 Einsatzstunden. Die durchschnittliche Ausrückzeit betrug lediglich 4,6 Minuten - ein ausgezeichneter Wert für die freiwilligen Brandschützer. Getrübt wurde der jedoch bei einem Brandeinsatz am Steinbruch in Kleinmühlingen. "Zwölf Minuten, das ist nicht zu machen, selbst wenn alles passt und keine Schranken zu sind", so Ritter.

Einmal mehr zeigte sich also, dass die Wehren in Bördeland zusammenrücken müssen, um ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können. Die Zusammenarbeit, daran ließ der Bericht ebenfalls keinen Zweifel, funktioniert aber immer besser. So soll es auch 2014 eine gemeinsame Übung mit Großmühlingen geben, und mit der Freiwilligen Feuerwehr Biere wird die Zusammenarbeit weiter forciert.

Sehr gutes Miteinander der Kameraden

Fabelhaft läuft dies übrigens bei der Kinderfeuerwehr, deren Dienste gemeinsam mit Biere durchgeführt werden. Auch für die Jugendfeuerwehr zog Ortsjugendfeuerwehrwartin Ulrike Herbrich eine positive Bilanz. Ein Höhepunkt im Jahr 2013 war sicherlich die Katastrophenschutzübung in Eickendorf, an der die Kinder als Komparsen teilnahmen.

Was in Eickendorf besonders auffällt, ist das augenscheinlich sehr gute Miteinander der Kameraden in der Wehr. Ortsbürgermeister Marco Schmoldt zeigte sich regelrecht begeistert: "Ich find\'s toll, was ihr selbst auf die Beine stellt", sagte er und richtete den Blick einerseits auf die kulturellen Höhepunkte im Ortsteil, aber auch die ehrenamtliche Arbeit am Gerätehaus. Dies erkannte auch Gemeindewehrleiter Hans Jürgen Schulze wohlwollend an: "Die Eickendorfer Wehr hängt sich mit viel Herzblut in die Arbeit und das nicht nur bei Einsätzen." So haben die Kameraden ohne viele Worte unzählige Stunden geleistet, um die Bedingung zu verbessern. "Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir aber nicht geschafft", erklärte Kevin Ritter. Immerhin ist der Durchbruch endlich da, die Spinde für die Umkleideräume sind angeschafft, harren aber noch auf ihren Einbau, während die Erneuerung der Elektrik noch nicht in Angriff genommen wurde. Wichtig für 2014 ist zudem die Reparatur des Gerätehausdachs. Ordnungsamtsleiter Bernd Möhring sicherte zu, dass die 2013 verschobene Maßnahme in den neuen Haushalt eingestellt werde, so dass sie in diesem Jahr auch umgesetzt werden kann.