Calbe l Während sich draußen das Winterwetter eher grau und ungemütlich präsentierte, machten drinnen die strahlenden Besuchergesichter dem Namen des Hauses alle Ehre. Bürgermeister Dieter Tischmeyer formulierte bei seiner offiziellen Begrüßung daher seinen Wunsch für die Kita wie folgt: "Auf das auch in Zukunft die Sonne in der Kita immer scheinen möge."

Seit Sanierungsende ist die Kita fast komplett belegt

Und das tat das Stadtoberhaupt nicht ohne Grund, denn nachdem 2009 die Stadt einen Fördermittelantrag stellte, flossen mit Fördergeldern und Mitteln aus dem Verkauf des Krankenhauses insgesamt rund 1,1 Millionen Euro in die grundhafte Sanierung der Kita in der Barbyer Straße - vom Dach bis zur Abdichtung des Kellers. Damit zeigt sich das grundhaft sanierte Gebäude für die Zukunft gut aufgestellt. "Wir können sehr stolz auf unsere moderne Kita sein", lobte Tischmeyer.

Während die Auslastung vor der Investition um die Marke von 70 Prozent schwankte, freut sich Kita-Leiterin Viola Rätzel mittlerweile über 71 Mädchen und Jungen im Krippen- und Kita-Alter - und das bei einer Gesamtkapazität von 72 Plätzen. Neben den baulichen Veränderungen sieht sie diese Zahlen auch als Gesamterfolg ihres eingespielten Teams, bestehend aus neun Erzieherinnen, zwei Praktikantinnen, einer Küchenkraft und einem Hausmeister. Ihnen dankte sie herzlich für die Zusammenarbeit.

Beim Rundgang erinnert kaum noch etwas an die Zeit, als für das aus dem Ackerboden gestampfte Eisenwerk in Windeseile die Neue Wohnstadt errichtet wurde. In unmittelbarer Nähe des Niederschachtofenwerkes wurden anfangs rund 150 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut.

Sauna, Kreativ- und Computerraum und Kinderküche

Nachdem die Trägerschaft Anfang der 1980er Jahre zum Metallleichtbaukombinat (MLK) wechselte, übernahm nach der Wende die Stadt die Kita. Bis heute - trotz zahlreicher Diskussionen zur möglichen Schließung oder einer Übergabe an einen freien Träger.

Heute ist "Haus Sonnenschein", das 1992 auf diesen Namen getauft wurde, nur noch äußerlich als ein wichtiges Zeugnis des DDR-Städtebaus der 1950er Jahre zu erkennen. Im Inneren ist dagegen alles auf dem neuesten Stand.

"Ein besonderes Schmuckstück ist die neue Sauna", sagt Hauptamtsleiterin Isabel Bartels beim Rundgang nicht ohne stolz. Sie ist mit einer Dusche und Ruheraum erst kürzlich fertiggestellt worden und soll bald eingeweiht werden. Die Knirpse kommen in den Genuss der klassischen finnischen Sauna und einer Dampfsauna.

Im Erdgeschoss wartet die Kinderküche mit angepasster Einrichtung auf kleine Bäcker. Der neue Kreativraum bietet viel Platz für Bastelmaterialien, und im Computerraum können sich die Mädchen und Jungen an Lernspielen ausprobieren.

Wunschlos glücklich also? Im Grunde schon, doch wenn es nach Leiterin Viola Rätzel geht, könnte das Wasserbassin im Außengelände noch aufgearbeitet werden. "Das können wir im Sommer leider nicht mehr nutzen, obwohl lediglich die Technik erneuert werden müsste."

   

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