So viel Geld wie noch nie will die Städtische Wohnungsbau GmbH in diesem Jahr in Schönebeck und Ostelbien verbauen: acht Millionen Euro. Es soll neu gebaut und saniert werden.

Schönebeck l Die Summe, die die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck (SWB) in diesem Jahr bewegen will, lässt sogar die Geschäftsführerin, Sigrid Meyer nicht mit einer gewissen Leichtigkeit über ihren Schreibtisch schauen. Rund sechs Millionen Euro plus nochmals zwei Millionen Euro Überhänge aus dem vergangenen Jahr stehen auf dem Investitionsplan für 2014. "Modernisierung, Sanierung, Neubau", nennt die SWB-Chefin drei Stichworte, die das Jahr 2014 aus ihrer Sicht umschreiben.

Neben dem Abriss und dem Neubau am Markt steht in diesem Jahr das Demenzservicezentrum in der Wilhelm-Hellge-Straße ganz oben auf dem Programm. "Wir mussten das Baugrundgutachten inzwischen neu anfertigen lassen", berichtet Sigrid Meyer - gerade im Hinblick auf den Solgraben, in den bei Hochwasser die Elbe zurückdrückt und der aus dem südlichen Teil der Stadt Unmengen an Wasser aufnimmt. Um einen besseren Schutz zu bieten und nicht immer damit rechnen zu müssen, dass die Bewohner evakuiert werden, ist die SWB von der ursprünglichen Bauform leicht abgewichen und hat das Gebäude überarbeiten lassen.

Doch insgesamt daran festhalten will die Städtische Wohnungsbau GmbH. "Es macht einfach Sinn. Und wir haben jetzt schon ganz viel Zuspruch aus der Bevölkerung", so Sigrid Meyer. In unmittelbarer Nähe zur Kindertagesstätte sollen unter anderem Wohnungen für Demenzkranke entstehen, die nicht nur von den Betroffenen genutzt werden können, sondern eben auch gemeinsam mit den Angehörigen.

Weitere Projekte der SWB in diesem Jahr befinden sich in der Lessingstraße 45 bis 49, zehn Wohngemeinschaftsplätze in der Garbsener Straße und in Ostelbien. Außerdem steht das Lehrlingswohnheim und der Neubau in der Edelmannstraße auf der Agenda.

Mit dem Tempo der vergangenen Jahre will die SWB auch 2015 fortfahren. Im nächsten Jahr steht ein Bauprojekt ins Haus, das schon jetzt seine Schatten vorauswirft: Die Fläche der Krausestraße Ecke Lutherstraße soll wieder bebaut werden. "Dafür hat uns die Architektin einen wirklich interessanten Gestaltungsvorschlag unterbreitet", berichtet Sigrid Meyer. Auf der Fläche sollen zehn kleine Würfelhäuser mit vier Etagen und jeweils sieben Wohnungen entstehen. Dieser Wohnraum, so verspricht es Sigrid Meyer, wird hochwertig und modern und soll junge Familien und ältere Mieter gleichermaßen ansprechen. Obwohl die SWB mit diesem Vorhaben noch nicht mit einer Zeile in die Werbung gegangen ist, gibt es bereits Interessenten.

Die Städtische Wohnungsbau GmbH ist der größte kommunale Vermieter in der Elbestadt. Die SWB betreut insgesamt 21 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes, die Wohnungsbaugenossenschaft Schönebeck (WBG) 18 Prozent und die Gemeinnützige Schönebecker Wohnungsbau-Genossenschaft (GWG) 5 Prozent. Die restlichen 56 Prozent und damit der überwiegende Teil der Wohnungen werden privat vermietet.