Die Wohnstätte, Am Stadtfeld 3, des CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) besteht seit zehn Jahren in Schönebeck. Über dieses Jubiläum sprach Volksstimme-Redakteurin Kathleen Radunsky mit der Leiterin aller CJD-Wohnbereiche in der Elbestadt Sabine Gabriel.

Volksstimme: Für wen und warum gibt es die CJD-Wohnstätte?

Sabine Gabriel: Bei uns wohnen 37 Menschen mit Behinderung, die in der Werkstatt für Behinderte des CJD arbeiten. Der Bedarf unserer Wohnstätte ist da, weil die Bewohner entweder keine Angehörigen haben oder sie Unterstützung im Alltag brauchen. Bei uns erhalten Sie Hilfe von unseren 14 Mitarbeitern, die rund um die Uhr vor Ort sind. Dazu gehört ebenso die Freizeitgestaltung.

Volksstimme: Wie würden diese Menschen denn sonst leben, wenn es Ihre Einrichtung nicht gäbe?

Sabine Gabriel: Vor zehn Jahren war es noch so, dass Frauen und Männer, die mit einer Behinderung leben, unter anderem in Altenheimen untergebracht waren. Das ist aber nicht den Bedürfnissen und Ansprüchen entsprechend. Es gab also einen dringenden Bedarf für derartige Wohnstätten wie wir sie anbieten.

Volksstimme: Gestern haben Sie das zehnjährige Jubiläum im kleinen Rahmen gefeiert. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Sabine Gabriel: Es wäre schön, wenn wir unseren Wohnbereich erweitern könnten. Wie gesagt, haben wir viele Anfragen, der Bedarf für eine solche Einrichtung ist immer noch da. Außerdem wünsche ich mir, dass sich unsere Bewohner weiterhin wohl bei uns fühlen und gern in unserem Haus leben.