Der Neubau des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde nimmt zusehends Gestalt an. Derzeit werden die Anschlüsse gelegt und auch im Inneren wird es langsam konkret.

Eickendorf l Das neue Gemeindezentrum in der Langen Straße ist auf dem besten Weg, ein wahres Schmuckstück im Eickendorfer Ortskern zu werden. Zugegeben, anstelle der großen Fensterscheiben versperren derzeit noch Spanplatten den Blick ins Innere und dort dominiert noch grauer Beton, aber man erkennt schon sehr genau, wie alles einmal werden wird. Erika Fläschendräger, Brigitte Kuhnert und Ursula Strebe zeigen stolz die entstehenden Räumlichkeiten. Die drei Damen vom Gemeindekirchenrat sind täglich auf der Baustelle unterwegs, stehen in engem Kontakt mit Bauleitung und ausführenden Firmen. Das A und O ist auch hier das Geld. "Wir passen schon auf, dass es nicht zu teuer wird", erklärt Erika Fläschendräger. So hat der Gemeindekirchenrat kurzerhand das Zepter bei der Innenausstattung selbst in die Hand genommen und unter anderem Gardinen, Stühle und Tische bestellt.

Bis die allerdings zum Einsatz kommen, dauert es noch. Aus verschiedenen Gründen verschiebt sich die Fertigstellung des Neubaus immer weiter. So könnte es Mai werden, genau festlegen will sich derzeit aber niemand. Während im Außenbereich seit dieser Woche für verschiedene Anschlüsse geschachtet wird, ist der Estrich im Inneren trocken, so dass dem weiteren Ausbau nichts mehr im Wege steht.

Theoretisch zumindest, denn ehe das Linoleum verlegt werden kann, muss die moderne Fußbodenheizung hochgefahren werden. Dies geschehe schrittweise, erklärten die Eickendorferinnen, und dauere ungefähr drei Wochen. Erst wenn der Fußboden fertig ist, kann dann die Küche, die übrigens ebenfalls schon bereit steht, eingebaut werden und die Maler können ihr Werk tun. Die bunten, mit Psalmworten gestalteten Fenster, die die Altarfront zieren werden, kommen erst ganz am Schluss zum Einbau, um sie während der Arbeiten nicht unnötig zu beschädigen.

Planer und Kirchengemeinde legen Wert auf Funktionalität

Der rund 90 Quadratmeter große Gemeinderaum wird einmal 54 Besuchern einen Sitzplatz bieten, kann aber auch für private Feierlichkeiten genutzt werden. Letzteres hatte der zuständige Kirchenkreis Egeln ausdrücklich gefordert, denn allein für eine gemeindeinterne Nutzung wäre der Neubau nicht unterstützt worden. Und so legten Planer und Kirchengemeinde von Anfang an großen Wert auf Funktionalität, die sich bereits im Grundriss niederschlägt. Ein Vorraum für die Garderobe, behindertengerechte Toilette und besagte Küchezeile erfüllen alle Erfordernisse eines modernen Gemeindezentrums. Auch das umfangreiche Kirchenarchiv wird seinen Raum finden. Alles gut geplant und in den Konturen bereits sichtbar.

Manche Dinge ergaben sich allerdings erst zwischendurch, wie die Sache mit dem Altar. "Ein wohl möglich noch verkleideter Holzaltar würde die Sicht auf die bunten Fenster versperren", erklärte Brigitte Kuhnert und zeigte auf die Ostseite des Gemeinderaums, deren Fenster bis zum Boden reichen. Schlussendlich entschied man sich nach Rücksprache mit der zuständigen Stelle auf einen Glastisch und auch das Rednerpult wird aus Glas sein. Ganz modern, ein wenig extravagant vielleicht, aber doch sehr passend für das schmucke Gemeindezentrum in Eickendorf.

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