David gegen Goliath? So oder so ähnlich haben sich gestern 37 Jugendliche der Lerchenfeld-Sekundarschule gefühlt. Denn sie haben sich in einem Training mit der Bundesligamannschaft "Otto Baskets Magdeburg" gegen acht durchaus große Profispieler durchsetzen müssen.

Schönebeck l Einmal mit Profis trainieren - was für viele Hobbysportler weiterhin ein Traum bleiben wird, ist für 37 Jugendliche der Lerchenfeld-Sekundarschule in Erfüllung gegangen. Sie haben gestern Vormittag zusammen mit acht Spielern der Bundesliga-Mannschaft "Otto Baskets Magdeburg" das Körbe werfen, die Defensive oder auch das Dribbeln geübt.

"Für uns ist das eine schöne Tradition", sagt Sportlehrer Thomas Bombach. Seit Jahren schon bestehe die Kooperation mit dem Magdeburger Basketballverein. "Einmal im Jahr kommt eine Delegation zu uns treibt mit unseren Schülern Sport", umschreibt er das Projekt. Die Schülergruppe ist hierbei durchmischt. Mädchen und Jungen, Anfänger und Erfahrene, Siebt- und Zehntklässler nehmen an diesem Training teil.

Und das hat es in sich. Schon die Erwärmung sorgt dafür, dass manch Schüler kurz kapitulieren möchte. Da werden Runden gelaufen, Liegestütze gemacht und verquirlte Dehnungsübungen gehalten. Für die Profis sind diese Aktionen kein Problem. Die Jugendlichen japsen ab und an mal laut. Doch ein Erbarmen gibt es nicht. Nach der Erwärmung teilen sich die 37 Mädchen und Jungen in vier Gruppen auf. Hier werden nun die Kniffe des Basketballs geübt. Das hat es jetzt richtig in sich.

Mit Eddy Seward - einem 2,05-Meter-Hünen - kümmern sich die Schüler das Ballgefühl, das Handling. Bei Nico Drägert - er misst 2,09 Meter - bauen die Nachwuchsstars ihre Defensive aus. Da zeigt sich, dass Laufen mit gleichzeitigem Dribbeln und Schauen, wo es lang geht, gar nicht so einfach ist. Doch Niklas Krüger, er hat bereits einige Basketballerfahrung, schlägt sich gegen seinen Profi-Gegner ganz gut. Mit Larry Wright - er ist 1,88 Meter groß - üben die Jugendlichen schließlich auch das Korbwerfen. Während es beim Berufsbasketballer so einfach aussieht, wie der Ball durchs Netz geht, merken die Schüler schnell, dass der Wurf bei ihnen nicht so leicht von der Hand geht. Da kann man wohl nur eines gegen unternehmen: üben, üben, üben.

"Durch diese Hilfe von außen können wir bei den Schülern einmal andere Akzente und Aspekte setzen", sagt Bombach, welche Hoffnung er in dieses Projekt setzt, dass die Bildungseinrichtung im Übrigen ohne Kosten ihren Schützlingen anbieten kann.

Und auch die Profis profitieren von dieser Aktion. "Für uns ist das eine schöne Abwechslung", sagt Dimitris Polychroniadis, Trainer der Mannschaft, die inzwischen in der zweiten Bundesliga spielt. "Auch uns bereitet das Spaß", sagt er. Bisher betreuen die Spieler schon drei Schul-Arbeitsgemeinschaften in der Landeshauptstadt. In Zukunft solle diese Projektarbeit intensiviert werden, kündigt Dimitris Polychroniadis an. Schulen, die sich ebenfalls für solch einen Projekttag interessieren, könnten sich einfach beim Verein melden.

   

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