Von Arlette Krickau

Calbe l 30 Jahre lang stand er an der Spitze der Turn- und Sportgemeinschaft Calbe e.V., und noch viele Jahre länger ist er bereits mit dem Sport verbunden: Rüdiger Uhlmann. Jetzt, mit 75 Jahren, will er aber in den sportlichen Ruhestand gehen.

In dieser Woche wurde Rüdiger Uhlmann deshalb von seinen Vereinskollegen und auch vom Stadtrat ehrenvoll verabschiedet. Bei der jüngsten Stadtratssitzung fand Bürgermeister Dieter Tischmeyer passende Worte und berichtete über Uhlmann.

1966 trat dieser bereits dem Verein bei, und schon acht Jahre später wurde er in den Vorstand des Vereines berufen. Anfang der 80er Jahre übernahm er dann den Vorsitz des Vereines. "Seinem aktiven Engagement ist es zu verdanken, dass sich die TSG in ihrer Mitgliederzahl und in der Anzahl der Sportabteilungen ständig weiter entwickelt hat und sogar zum größten Sportverein des Kreises wurde", lobte der Bürgermeister. Auch dass Uhlmann dem Verein nach der Wende treu blieb, weiterhin all sein Engagement und Können in die Vereinsarbeit brachte, sei es zu verdanken, dass die TSG diese Pole-Position bis heute gehalten hat. Neben vielem Organisatorischen konnte Uhlmann aber vor allem das Gemeinschaftserlebnis Sport - zusammen zu kämpfen, zu gewinnen, aber auch zu verlieren, gemeinsam zu feiern und Fairness zu üben und zu erfahren - vermitteln.

"Rüdiger Uhlmann hat sehr großen Anteil an der Entwicklung des Leistungs- und Breitensports in Calbe - vor seiner sportlichen Lebensleistung kann man nur den Hut ziehen. Mit diesem sportlichen Wirken hat er nicht nur der TSG, sondern auch der Stadt Calbe große Ehre gemacht", ist Tischmeyer überzeugt.

Fast ein wenig schüchtern nahm Rüdiger Uhlmann diese großen Worte entgegen. Doch auch von seiner Seite gab es Dank zurück. "Drei Bürgermeister hab ich in meiner Zeit bei der TSG erlebt und immer war die Zusammenarbeit hervorragend. Vor allem, wenn ich mich an die Wendezeit erinnere, hat die Zusammenarbeit super geklappt", lobte er die Verwaltung. Mit gutem Gewissen übergibt er nun den Verein in die jüngeren Hände von Sven Hause. "Bei uns verstehen sich alle Abteilungen gut. Wir sind ein stabiler Verein", ist er sich sicher. Aber nur, weil Uhlmann nicht mehr den Vorsitz führt, heißt das für ihn natürlich nicht, dass er mit dem Sport aufhört. Rüdiger Uhlmann ist weiter stolzes (Ehren-)TSG-Mitglied, geht zur Seniorengymnastik und zum Volleyball.