Schönebeck (dw) l Die Fraktion Die Linke im Schönebecker Stadtrat will, dass die Ruderer des Schönebecker Sportclubs (SSC) in das Salzmagazin auf der Salineinsel ziehen und das Gebäude für ihre Zwecke nutzen können. Die Fraktion hat dazu einen Antrag vorbereitet, der während der nächsten Stadtratssitzung am 27. März diskutiert und zum Beschluss werden soll. In dem Papier heißt es, dass man das Nutzungskonzept der Ruderabteilung als Grundlage für eine weitere Entwicklung eines Teils der Salineinsel anerkenne. Gemäß der Sportförderungsrichtlinie sollten den Ruderern und auch weiteren Wassersportlern Salzmagazin, Nebengebäude und Außenflächen zur Verfügung gestellt werden, legen die Linken in ihrem Beschlussvorschlag fest. Allerdings dürfen keine zusätzlichen Kosten für die Stadt entstehen, heißt es weiter. "Der Bürgerpark Salineinsel ist als zentraler Ort der Erholung, der Begegnung, der Kultur sowie des Sportes für die Bürger und Gäste unserer Stadt konzipiert", sagt Sabine Dirlich, Fraktionsvorsitzende der Linken im Schönebecker Stadtrat. Mit dem eigenen Antrag wolle man die weitere Entwicklung des Parkes forcieren.

Dem Beschluss vorangegangen war ein Besuch der Fraktion bei den SSC-Ruderern im Februar. Bei der gemeinsamen Beratung wurde die Nutzung der Anlagen auf der Salineinsel durch die Wassersportler besprochen. Die Mitglieder der Linken-Ratsfraktion zeigten sich dabei angetan von den sehr präzisen und durchgängigen Ideen, die die Sportler in ihrem Nutzungskonzept festgehalten haben. Auch dass man sich entstehender Kosten von rund 1,5 Millionen Euro bewusst ist, gleichzeitig aber nach konkreten Fördermöglichkeiten sucht, veranlasste die Linken, ihre politische Unterstützung für das "anspruchsvolle aber machbare Vorhaben" zuzusichern.

Das allerdings ist in den Reihen des Rates nicht unumstritten. Während die SPD die Idee ebenfalls mittragen könnte, gibt es Widerstand aus den Reihen der CDU und der Fraktion "Rettet die Altstadt". Die Christdemokraten wollen, dass das alte Salzlager von einer breiten Öffentlichkeit als Veranstaltungshalle genutzt werden kann. Ebenso argumentiert "Rettet die Altstadt". Fraktionsmitglied Christian Jung sagt zudem, dass die technischen Voraussetzungen am Salinekanal für Bote nicht unmittelbar gegeben sind. Dazu mehr in einer der nächsten Ausgaben.