Die letzten 300 Meter des Saaleradwanderweges sind die wohl schlechtesten. Der unbefestigte Weg wurde durch das Hochwasser 2013 noch schlimmer. Jetzt steht er mit auf der Schadensliste der Stadtverwaltung.

Barby l Der Feldweg von der Barbyer Fährstelle bis zur Saalemündung ist besonders in der wärmeren Jahreszeit ein Muss für zahlreiche Radwanderer, die endlich am Ziel ihrer Wünsche sind. Nach ungefähr 427 Kilometer langem Lauf ergießt sich der Fluss südlich von Barby in die Elbe.

Da der Saaleradweg mittlerweile gut ausgebaut ist, müssen die letzten 300 Meter für die Radeltouristen ein Schock sein.

So in richtig gutem Zustand war der Weg ja noch nie - nach dem Hochwasser 2013 ist er aber eine Katastrophe: Es reiht sich Loch an Loch, große Feldsteine sind potenzielle Hindernisse, die zu Stürzen führen können. Kein Mensch weiß so recht, wo sie herkommen. Offenbar löste sie die Flut aus dem benachbarten Ackerboden.

Der Weg gehört zum Teil der Stadt, zum anderen ist er in Privatbesitz. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung steht nun fest, dass er saniert werden soll. Er steht auf der Liste der außerörtlichen Hochwasserschäden. "Dass er gemacht wird, davon gehe ich aus", so Bauamtsleiter Holger Goldschmidt, "wann genau, können wir gegenwärtig allerdings noch nicht sagen." Priorität hätten auf dem Sanierungsplan erstmal kommunale Gebäude und Sportstätten.

In Barby sollen 2014 mehrere Bauvorhaben starten, um die Schäden des Elbe-Saale-Hochwassers zu beseitigen. Problematisch ist aus Sicht der Verwaltung allerdings, dass es kaum ausreichend Fachpersonal in der Stadtverwaltung gibt, welches zeitgleich viele Bauvorhaben betreuen kann. Die Verwaltung hatte sich deshalb an das Land mit der Bitte gewandt, Fachleute für die Abarbeitung der Vorhaben befristet zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund ist, dass der vorgeschriebene Stellenplan - er orientiert sich an der Einwohnerzahl - ausgereizt ist.