Das Junihochwasser 2103 hatte dem Teenclub Barby arg mitgespielt. Dank vieler Spenden und fleißiger Helfer - selbst aus Berlin - konnte der Club am Sonnabend nach einem halben Jahr Renovierungsarbeiten wiedereröffnet werden.

Barby l Nach mehr als einem halben Jahr, unzähligen Arbeitsstunden und noch mehr Helfern war es am Sonnabend soweit: Der Teenclub in Barby eröffnete frisch saniert offiziell wieder seine Pforten.

Der Jugendclub war beim Hochwasser im vergangenen Sommer schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Zwar hatte man versucht, den Schaden in Grenzen zu halten und hatte alle Möbel hochgestellt, doch das Wasser stand einfach zu lange in den Räumen des Jugendclubs der Awo. Das Mauerwerk war feucht, der Schimmel war zu sehen und zu riechen, die Möbel hatten den Geruch aufgenommen.

Doch den Club komplett dicht zu machen, kam für Jugendclub-Leiterin Anne Schönemann nicht in Frage. "Wir hatten jeden Tag auf, der Betrieb lief weiter. Währenddessen versuchten wir, den Club wieder auf Vordermann zu bringen", erzählt sie.

Neue Möbel mussten beschafft werden, teilweise neue Ausstattungen. "Und weil wir schon dabei waren, haben wir gleich die Umstrukturierung im Club, die wir ohnehin schon länger geplant hatten, mit umgesetzt", erklärt sie stolz. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung eines Lernzimmers. Neueste Anschaffung, auf die Anne Schönemann besonders stolz ist: ein Jugendlexikon.

"Bücher kommen bei unseren Jugendlichen immer noch sehr gut an", weiß die Leiterin. Vor allem Mädchen machen von der Mini-Bibliothek, die es ebenfalls im Club gibt, Gebrauch. "Vor allem bei Übernachtungen im Club geht nichts ohne eine vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte", weiß sie.

Aber nicht nur das wurde erneuert. Auch eine Kücheneinrichtung zählt zu den neuen Errungenschaften des Clubs, genauso wie einige neue Möbelstücke. Letzter großer Streich - im wahrsten Sinne des Wortes - war dann der Neuanstrich der Wände inklusive eines neuen, großen Graffito im Kickerraum.

Hier hatte das Jugendclubteam große Hilfe. Mitarbeiter des Jugendclubs "Judith Auer" aus Berlin hatten von dem Debakel des Teenclubs gehört. "Einer unserer Mitarbeiter kommt ursprünglich aus dieser Ecke und brachte uns darauf. Und da wollten wir unsere Hilfe anbieten", beschreibt Bernd Kurtzrock, Leiter des Berliner Jugendclubs.

Mit elf Leuten und einer kleinen Menge an Fördergeld rückten sie zur großen Hilfsaktion an. Ein Wochenende lang wurde dann gemeinsam der Pinsel geschwungen - und das Ergebnis lässt sich sehen. Die Kellerräume wirken hell und freundlich und vor allem einladend zum Verweilen.

Jetzt, wo alles endgültig hergerichtet ist, gab es noch einmal ein Wiedersehen mit den Helfern zur "Neueröffnung". Doch es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Schon in diesem Jahr ist ein Ausflug mit einigen Kindern aus Barby nach Berlin geplant. "Wir suchen bereits nach Übernachtungsmöglichkeiten", sagt Anne Schönemann.

Und auch einen Besuch der Berliner Jugendlichen in der grünen Idylle rings um Barby können sich die Mitarbeiter aus Berlin gut vorstellen. "Es ist ein Kontakt entstanden, den wir aufrecht erhalten wollen. Aus solche Aktionen erwachsen oft Freundschaften", ist sich Bernd Kurtzrock sicher.