Gute Nachrichten für die Feuerwehr in Plötzky: Bestätigt der Stadtrat den Haushaltsplan 2014, wird das Gerätehaus erneuert. Das bedeutet mehr Sicherheit für die Kameraden beim Einkleiden und der Ausfahrt zu Einsätzen. Der Umbau war Thema bei der Jahreshauptversammlung.

Plötzky l 20 000 Euro sind für einen Haushalt wie den städtischen von Schönebeck, der im zweistelligen Millionenbereich liegt, keine große Summe. Für die Feuerwehr in Plötzky sind sie aber alles andere, als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Genau dieses Geld soll eingesetzt werden, um das Gerätehaus auf Vordermann bringen zu könne. Voraussetzung ist, dass aus dem Rathaus bald ein Etatentwurf kommt, der Stadtrat den Finanzplänen der Kämmerei zustimmt.

Dann soll noch in diesem Jahr das Depot umgebaut werden. Dabei geht es zuerst um die Fahrzeughalle. Hier sind das Löschfahrzeug und ein Spezialanhänger der Einsatzkräfte untergestellt. Im Seitenbereich kleiden sich die Kameraden mit Schutzanzügen und Ausrüstung vor dem Einsatz ein. Ein Zustand, den es in modernen Gerätehäusern nicht mehr gibt. In Plötzky will man Abhilfe schaffen. An einen Neubau ist angesichts der Finanzlage der Stadt nicht zu denken. In der Vergangenheit haben die Kameraden dafür auch immer wieder Verständnis gezeigt.

Bauliche Möglichkeiten sollen genutzt werden

Dennoch: "Wir wollen die Möglichkeiten, die wir baulich haben, auch praktisch nutzen", sagt der für die Feuerwehren in Schönebeck zuständige Ordnungsdezernent Joachim Schulke am Rande der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Blauröcke in Plötzky. Ein Architektenbüro habe sich Gedanken gemacht, was nötig ist, um den Platz vor Ort effektiv nutzen zu können.

Konkret heißt das, die Fahrzeughalle wird räumlich aufgeteilt. "Der Plan ist, dass ein vernünftiger Umkleideraum entsteht." Die Einsatzkleidung der Kameraden, die jetzt noch offen hängt, soll darin in Spinden verschwinden und so gut aufbewahrt sein. Die Mannschaft ist so gleichzeitig vom Fahrzeug getrennt, das gleichzeitig gestartet wird, wenn sich die Retter für den Einsatz vorbereiten. Joachim Schulke sagt, dass man so Fragen der Sicherheit Rechnung tragen wolle. Neben der Umkleide wird ein Wehrleiterzimmer entstehen, in dem der Plötzkyer Feuerwehrchef Christian Pfanne schlichtweg Raum hat, "seinen Papierkram zu erledigen", wie er sagt. Bis jetzt gibt es einen solchen Platz nämlich nicht.

Zum überschaubaren Plötzkyer Gerätehaus aus den 1970er Jahren gehört neben der Fahrzeughalle auch ein Versammlungsraum mit Sanitäranlagen und einer kleinen Küche. Im Raum gab es bis zuletzt Probleme mit einer feuchten Wand. Schon zu Zeiten, als die Gemeinde noch selbständig war, rückte man den Schäden zu Leibe. Doch die Nässe kam wieder und die Wände begannen zu schimmeln. Im Frühjahr 2013 setzen Wehr, Stadt und Städtischer Bauhof noch einmal an: Die Wand wurde von außen frei- und trockengelegt. "Bis jetzt zeigt die Maßnahme Erfolg", sagt Wehrleiter Christian Pfanne.

Froh über größere Sanierungspläne

Jetzt wartet der Versammlungsraum auf neue Tapeten und Farbe. Oberbürgermeister Bert Knoblauch konnte auch dafür während der Jahreshauptversammlung Zuversicht verbreiten. Wenn man an die Fahrzeughalle gehe, solle der Raum mit ertüchtigt werden. "Neben den Gefahren, die die Kameraden in Einsätzen ausgesetzt sind, sollen sie nicht noch Gefahren im Gerätehaus ausgesetzt sein", sagt der Stadtchef mit Blick auf die möglichen gesundheitlichen Folgen der Schimmelbildung.

Dass sich baulich etwas tut, freut den Wehrleiter. Christian Pfanne hat den Zustand seit drei Jahreshauptversammlungen angesprochen, so auch am Freitagabend wieder. "Wir hatten gedacht, dass wir im Versammlungsraum weiter kommen. Aber dass jetzt alles gemacht werden soll, stimmt mich sehr zuversichtlich. Ich hoffe sehr, dass etwas passiert."