Sie standen gerne an - die Besucher der Großmühlinger Baby- und Kinderartikelbörse. Der der Ansturm auf Kleidung und Spielzeug zu günstigen Preisen war am Sonnabend enorm. Doch das Warten in der Schlange zur Kasse nahm jeder gern in Kauf.

Großmühlingen l Kassieren, Verkäuferetikett entfernen, einpacken ...: Diana Schiefer, Lysann Götze und Anett Hoffmann waren am Sonnabend das Team im Kassenbereich. An eine kurze Verschnaufpause war während der Baby- und Kinderartikelbörse im "Weißen Haus" in Großmühlingen nicht zu denken. Schon eine halbe Stunde, bevor die Börse öffnete, habe sich vor der Tür schon zig Interessenten gewartet.

"Unsere Börsen - das ist jetzt die achte - sind eigentlich immer so gut besucht", sagt Anett Hoffmann, Vorsitzende der organisierenden Mühlinger Landfrauen. An diesem Sonnabend sind neben ihr noch Lysann Götze, Diana Schiefer, Monique Mertins-Domine, Beate Dorst, Andrea Böhm, Judith Lenz, Alexandra Sroka und Claudia Strobelt-Sonnier im Einsatz.

Woran es liegt, dass ihr Angebot so gut angenommen werden? Anett Hoffmann braucht nicht lange zu überlegen: "Der kleinere Rahmen kommt bei vielen gut an. Die Tische sind nicht überfüllt. Und wir behalten uns vor, keine verschmutzten oder kaputten Sachen anzubieten. Das wissen alle." Dieses Mal bieten 65 Verkäufer insgesamt 3800 Artikel an.

Obolus kommt Projekt Spielplatz zugute

Der Verkaufspreis wird 1:1 an den Verkäufer weitergereicht. "Wir machen das nur aus Lust an der Freude", sagt Anett Hoffmann lachend. Von den Verkäufern erhalten die Landfrauen nur eine "Aufwandsentschädigung". "Für unser Projekt", sagt sie. Die Mühlinger Landfrauen setzen sich dafür ein, dass Großmühlingen einen Spielplatz erhält. Dieser soll an die Stelle des ehemaligen kommen. "In Kita und Schule gibt es ja Spielplätze, aber wir wollen, dass alle Kinder aus dem Dorf davon profitieren können. Deshalb soll es einen für den gesamten Ort geben", erklärt die Vorsitzende.

Diesbezüglich hätten die Landfrauen bereits Kontakt zu Ortsbürgermeisterin Ute Möbius und Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich aufgenommen. Die Obolus-Summen aus den Börsen sollen in das Projekt fließen. Doch das wird nicht reichen. Über weitere Sponsoren von kleineren und größeren Finanzspritzen freuen sich die Frauen. Eine Spende ist zweckgebunden über die Gemeinde möglich.

   

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