Von der Brandserie sind auch Gebäude der Calbenser Wohnungsbaugesellschaft (CWG) betroffen. Das Unternehmen sponserte der freiwilligen Feuerwehr nun einen mobilen Rauchverschluss, der schnell installiert ist und das Ausbreiten von Rauch verhindert. Wenig später kam er schon zum Einsatz.

Calbe l Frauen werfen auf technische Anlagen naturgemäß einen anderen Blick als Männer. So geschehen, als kürzlich CWG-Geschäfsführerin Kornelia Eichel in der Fahrzeughalle den mobilen Rauchverschluss offiziell den Calbenser Blauröcken übergab. Zuerst zeigte sie sich begeistert von der kräftig-roten Farbe der Tasche, die Ortswehrleiter Uwe Wirth aus dem Tanklöschfahrzeug holte.

"Die heißen Brandgase bleiben oben im Raum und können nicht entweichen."

In Sekundenschnelle war der Aufbau vollzogen. Der Rauchverschluss, der aus einem nicht brennbaren Tuch an einem Metallrahmen besteht, wird mit einer Spreizstange in einen Türrahmen gespannt. Das herabhängende Tuch verschließt die Türöffnung, selbst wenn die Kameraden die Tür bei ihren Einsätzen öffnen. Da die Kameraden in geduckter Haltung in brennende und verrauchte Räume vordringen müssen, wird nur im unteren Türbereich der Rauchverschluss geöffnet.

"Die heißen Brandgase bleiben oben im Raum und können nicht entweichen", erklärt Uwe Wirth.

Ziel dieses Brandvorhanges ist es somit, die heißen und giftigen Brandgase aus anderen Räumen oder aus Treppenhäusern herauszuhalten. Knapp 600 Euro hat nach den Worten Eichels die CWG in diese effektive Technik investiert.

"Der Rauchvorhang hat sich beim Kellerbrand schon bewährt."

Der Rauchvorhang weist allerdings schon Gebrauchsspuren auf. Denn kurz nach der Anschaffung kam er bereits zum Einsatz, als es im Keller eines CWG-Mehrfamilienhauses an der Eisenwerkstraße in Calbe brannte.

Obwohl noch nicht alle Kameraden eine Einweisung in die nagelneue Technik erhalten hatten, klappte die Feuertaufe dank kinderleichtem Einbau ohne Probleme. "Der Rauchvorhang hat sich bei diesem Kellerbrand schon bewährt", dankt Uwe Wirth im Namen der gesamten Wehr.

Die CWG unterstützt zudem die Feuerwehr bei ihren Übungen, indem leer gezogene Wohnblöcke - zuletzt Gribehner Weg 2 bis 4 - zur Verfügung gestellt werden.

Darin trainiert die freiwillige Feuerwehr unter realistischen Bedingungen beispielsweise Türöffnungen und Atemschutzeinsätze.