Schönebeck (dw) Im Mai soll dem Stadtrat ein Vertragsentwurf zwischen der Friedwald GmbH und dem Land zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Das sagt Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU). Damit sollen alle Voraussetzungen und Bedingungen für eine naturnahe Bestattung in einem Waldstück bei Elbenau geregelt seien. Die Friedwald GmbH war an die Stadt mit dem Wunsch herangetreten, hier eine solche Bestattungsform anbieten zu können. Die Verwaltung war zunächst dagegen, sah man das als Konkurrenz zu den städtischen Friedhöfen. Der Stadtrat allerdings entscheid bereits im Juni 2012, dass Verhandlungen zwischen Stadt und Friedwald aufgenommen werden sollen. Das Land ist jetzt involviert, weil es sich um einen Landesforst handelt. Der Wald befinde sich zwar in der Auenlandschaft der Elbe, sei aber nach den Erkenntnissen der Experten nicht durch Hochwasser gefährdet. Bert Knoblauch zeigt sich zuversichtlich, dass es zu einem Vertragsabschluss kommt. "Bis jetzt herrscht bei allen Beteiligten Einvernehmen." Friedwald steht für eine alternative Form der Bestattung. Die Asche Verstorbener wird in einer biologisch abbaubaren Urne direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Das Konzept ist unabhängig von Konfessionen und frei von sozialen Zwängen.