Der Solepark kommt 2013 mit seinem Geld aus. Er braucht keine zusätzlichen Zuschüsse aus der Stadtkasse. Das hat die Betriebsleitung jetzt dem Kurausschuss offeriert.

Schönebeck l Mit einem Minus von 700 Euro rechnet der Solepark für das Geschäftsjahr 2013. Zwar ein Defizit, aber ein überschaubares, heißt es aus der Leitungsebene. Rund 2 Millionen Euro Zuschuss erhält der Kurbetrieb Salzelmen jährlich aus der Stadtkasse. Geld für die Instandhaltung der historischen Bauten vom Gradierwerk bis zum Lindenbad, für die Pflege des Kurparks und für das Gesundheits- und Erholungsbad Solequell. Die aktuellen Berechnungen zeigen, dass dieser Zuschuss reicht, und die Soleparkleitung nicht noch zusätzliches Geld für 2013 nachordern muss.

Besucherzahlen gehen bei der Flut zurück

"Wir sind im Plan geblieben", sagt Betriebsleiterin Sibylle Schulz vor den Mitgliedern des Ausschusses für Kur- und Gesundheitsverwaltung. Die Räte nehmen das gern auf, wissen sie doch, dass der gesamte Kurbetrieb Zuschussgeschäft bleibt, aber es in den Vorjahren immer wieder auch zu Nachforderungen kommen musste.

Dass die Planungen jetzt aufgehen, hat mit internen, strukturellen Maßnahmen zu tun. Sibylle Schulz wird öffentlich nicht konkret, sagt aber: "Wir haben in allen Bereichen drastisch eingespart." Erschwerend kam in dieser Konsolidierungssituation dazu, dass im Juni und Juli 2013 wegen des Hochwassers die Besucher im Solequell ausgeblieben sind. Auch das musste ausgeglichen werden.

Das ist gelungen, für 2013. Sibylle Schulz macht kein Geheimnis daraus, dass man auch 2014 Geld aus dem Stadtsäckel braucht. Das Ziel der Soleparkleitung und aller Mitarbeiter sei aber, den Zuschuss so gering wie möglich zu halten und perspektivisch abzuschmelzen. "Das ist ein kontinuierlicher Prozess", so die Betriebs- leiterin. Auf Null werde man allerdings nie kommen, erklärt Sibylle Schulz mit Blick auf die historischen Gebäude und den Badbetrieb.

Tarifsteigerungen von vornherein eingeplant

Berücksichtigt in den Planungen ist immer auch, dass es zu Tarifanpassungen beim Gehalt der Mitarbeiter kommen kann. Das war 2013 so und das ist auch für 2014 perspektivisch so gehandhabt. Britta Simon, die Prokuristin in der Kurverwaltung, sagt, dass man in Vorausschauen und Prognosen der laufenden Wirtschaftspläne auch immer in die zukünftigen vorausblickt. "Wir berücksichtigen, dass es zu Lohnsteigerungen für die Mitarbeiter kommen kann und planen das im Voraus mit ein", sagt Britta Simon. Derzeit arbeiten im Solepark 54 Männer und Frauen.

Die Zahlen jetzt sind Berechnungen des Soleparks. Der Jahreabschluss wird von Wirtschaftsprüfern in der Zeit vom 14. bis zum 17. April vorgenommen. Danach wird der konkrete Jahresabschluss dem Stadtrat vorgelegt.