Neuer Schwung ist bei den Sportlern des 1. Shotokan Karate-Do Vereins eingezogen. Mit dem neugewählten Vorstand sind auch 20 neue Mitglieder gekommen. Trotz der positiven Entwicklung haben die Karateleute eine große Sorge: Die Deckensanierung ist ins Stocken geraten.

Frohse l Das ist top - Gunnar Martin zeigt den Daumen nach oben. Der Schönebecker ist zufrieden. Denn dem 1. Shotokan Karate-Do Verein, dessen Vorsitzender Gunnar Martin seit dem 29. Januar ist, geht es gut.

"Wir blicken positiv in die Zukunft", sagt Gunnar Martin. Selbstverständlich ist das nicht. Denn der bisherige Erste Vorsitzende des Vereins hatte Ende 2013 sein Amt niedergelegt. Unsichere Zeiten? Nein. Gunnar Martin, bis dato 2. Vorsitzender, hatte die Führung kommissarisch übernommen. Am 29. Januar wurde er in dem Amt bestätigt. Ebenfalls zum neuen Vorstand gehören Dennis Kusch (2. Vorsitzender und Sportwart), Katja Wegehaupt (Kassenwart) und Alexander Krüger (Jugendwart).

"Hallendecke muss dringend saniert werden."

Nicht nur die Führungsriege ist neu. Damit einher ging zudem der Zuwachs um 20 Mitglieder - 15 Kinder und fünf Erwachsene. "Damit bieten wir nun zehn Trainingseinheiten in der Woche", sagt Gunnar Martin, der sichtlich zufrieden ist, dass der Karateverein seine Mitgliederzahl konstant halten kann, obwohl immer wieder junge Erwachsene durch ein Studium oder den Beruf verloren gehen.

Trotz der positiven Entwicklung kämpfen die Karateleute mit einer großen Sorge. "Unsere Hallendecke muss dringend erneuert werden", sagt der Vorsitzende. Dass der seit 1992 in Schönebeck aktive Verein dafür 45000 Euro von LottoToto zur Verfügung bekommt, darüber hatte die Volksstimme bereits Ende 2012 berichtet. Doch die Sanierung kostet insgesamt 112000 Euro.

"Wir haben rund 50000 Euro Landesförderung beantragt", berichtet Gunnar Martin. Ein Bescheid steht jedoch noch aus, sagt er. Das Problem: "Wenn wir die Landesförderung nicht erhalten, dann müssen wir auch die Lotto-Toto-Mittel zurückgeben", schlussfolgert der Vereinschef. Denn aus Eigenmitteln könne der kleine Verein die finanzielle Lücke nicht schließen.

Dabei drückt die Zeit. "Die Decke stammt aus dem Jahr 1979, als die Sporthalle fertiggestellt wurde", sagt Martin. Da die Halle seit 1999 in der Obhut des Vereins liegt, ist es an den Ehrenamtlichen, die Deckensanierung zu schultern. "Erstens sorgen wir uns, dass die Decke uns irgendwann auf den Kopf fällt und zweitens bleiben die Energiekosten für den Verein weiterhin hoch", erklärt Martin die Notwendigkeit der Sanierung.

"Die Energiekosten bleiben hoch."

Dieser Umstand ist auch den Sponsoren des Vereins bekannt. 17 Firmen und Privatpersonen unterstützen stetig die Sportler - sie helfen auch, den Eigenanteil für die Deckensanierung abzudecken. Deshalb haben die Mitglieder 2010 die Sponsorenveranstaltung zum "Danke sagen" ins Leben gerufen. Am vergangenen Freitag war es wieder soweit. Dabei wurde das frühlingshafte Wetter für ein Angrillen im Grünen hinter der Sporthalle in Frohse genutzt.

Der nächste öffentlichkeitswirksame Termin steht ebenso: Am 14. Mai laden die Karateleute zum Schnuppern ein. Damit beteiligen sich die Schönebecker an der Karateverbandsaktion "Ich kann Karate - du kannst das auch".