Ehemalige Angehörige der 12. Armee Wenck treffen sich am kommenden Sonnabend, 12. April, zu einem Kameradentreffen in Walternienburg. Im Mittelpunkt des Gedenkens stehen die Ereignisse vom April 1945, wo sich Wehrmachtseinheiten mit den vorrückenden Amerikanern der 83. Infanteriedivision letzte erbitterte Kämpfe lieferten. Sie gingen als "Brückenkopf Barby" in die Geschichte ein.

Walternienburg/Barby l Um 14 Uhr findet in der Friedhofskapelle von Walternienburg ein Gedenkgottesdienst statt. Er wird von Pastorin Benita Arnold gehalten. An der Gestaltung nehmen Schüler des Zerbster Gymnasiums Francisceum teil. Es wird außerdem der Kirchenchor der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde mitwirken. Danach werden am Reihengrab der gefallenen Kameraden Kränze niedergelegt.

Am 12. April 1945 war die Barbyer Elbbrücke gesprengt worden, um die Amerikaner am Vormarsch zu hindern. Die Elbüberquerung mit Sturmbooten durch das amerikanische Bataillon der 83. US-Infanteriedivision erfolgte danach flussabwärts im Bereich des Elbwerders und Flügelswerder.

Später wurde eine Pontonbrücke über die Elbe gebaut. Wie der Chronist Heinz Ulrich recherchierte, heißt es in der amerikanischen Dokumentation: "Am Abend des 13. April gegen 19 Uhr begann das Pionierbataillon mit dem Bau der Pontonbrücke an der Fährstelle, die am Morgen des 14. April gegen 7.30 Uhr fertiggestellt wurde."

Außer in den Reihengräbern von Walternienburg und Barby wurden 133 Wehrmachtsangehörige in Biere und 68 in Förderstedt bestattet, die zum größten Teil bei den Kämpfen um den Barbyer Brückenkopf ums Leben kamen.

Die meisten Sterbedaten auf den Kreuzen beginnen mit dem 12. April.

Vor Jahren nahmen auch amerikanische Veteranen an dem Walternienburger Treffen teil. Die Zeitzeugen sind heute 87 Jahre und älter.