Schönebeck (eh). Im Zuge des steigenden Elbepegels hat die Stadt Schönebeck am Montag einen komprimierten Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) einberufen. Dieser koordiniert vom Ordnungsbereich in der Grabenstraße aus die weitere Hochwasservorsorge, teilte die Stadt Schönebck mit. In diesem Rahmen beginnt auch ein Deichwachkontrollsystem zu arbeiten. Insgesamt sind im Schönebecker Bereich 26 Kilometer Deich zu kontrollieren. Wenn auch zunächst Mitarbeiter der Verwaltung als Deichwachen eingesetzt werden, können sich Freiwillige aus der Bevölkerung trotzdem gerne unter der Nummer (0 39 28) 71 03 14 oder direkt im Ordnungsamt in der Grabenstraße als Deichwachen melden.

Ebenfalls gestern wurde der Stegebau im Bereich Grünewalde-Kiebitzberg in Gang gesetzt. Schon in den vergangenen Tagen hatte die Wasserwehr die mobilen Schutzwände am Schönebecker Elbufer aufgebaut. Der SAE weist darauf hin: Durch Überflutungen im Elbebereich können Gartenanlagen besonders im Bereich "Neu-Schönebeck" in Mitleidenschaft gezogen werden. Der mögliche Rückstau des Solgrabens kann ebensolche Auswirkungen im Bereich der Gärten an der Wilhelm-Hellge-Straße nach sich ziehen. In Frohse arbeitet die Stadt indessen eng mit der dortigen Freiwilligen Feuerwehr zusammen, um gegebenenfalls Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Die Lage insgesamt kann für Schönebeck bisher als stabil bezeichnet werden. Das Ziehen des Pretziener Wehres hatte dazu beigetragen, teilte die Stadt mit. Am Elbepegel Barby wurde gestern Abend ein Wert von 6,31 Metern gemessen, was weiterhin die Alarmstufe 3 bedeutet. In den nächsten Tagen werden noch Werte bis 6,60 Meter oder etwas mehr erwartet.

Über signifikante Veränderungen wird die Stadt regelmäßig vom zuständigen Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft informiert. Die Service-Telefonnummer lautet (03 91) 5 81 16 34. Der Bürger kann sich auch über die Internet-Seite www.elwis.de über die aktuellen Wasserstände informieren.